Im Bommerfelder Ring herrscht gute Nachbarschaft

Auch Walter Mischkalla schätzt die gute Nachbarschaft am Bommerfelder Ring.
Auch Walter Mischkalla schätzt die gute Nachbarschaft am Bommerfelder Ring.
Foto: FUNKE Foto Services
Als große Familie fühlen sich die Anwohner des Bommerfelder Rings. Sie loben besonders die gute Nachbarschaft und die Nahversorgung.

Witten..  Ältere Damen laufen mit ihren Einkaufstrolleys über den Bürgersteig des Bommerfelder Rings. Der 1236 Meter lange Halbkreis zieht sich durch das gesamte untere Bommern. Seit April haben Edeka und Aldi ihre Geschäfte an der oberen Einmündung des Rings geöffnet, an seinem unteren Ende gibt es die alte Apotheke und eine Arztpraxis.

Viele Familien und Senioren wohnen im Bommerfeld, dessen Gebäude zwischen den 60er und 70er Jahren entstanden – mit mehrstöckigen Mietshäusern und kleinen Reihenhäusern direkt gegenüber. Was selbst viele langjährige Anwohner nicht wissen: Wo heute Busse und Autos in der 30er-Zone mit den zahlreichen Rechts-vor-Links-Ecken kämpfen, war ursprünglich eine vierspurige Verkehrsader geplant.

Leute sind herzlich und zufrieden

Die gute Erreichbarkeit von allem, was so nötig ist, ist wohl das Beste am Ring. Die Neue Mitte bietet Lebensmittel. Es gibt hier auch einen Friseur und eine Fußpflege. Und selbst zur Post komme ich schnell. Nur einen Briefkasten, den könnte das Bommerfeld noch gut gebrauchen. Bei dem großen Angebot zieht es mich dann auch nur selten in die Stadt. Aber trotzdem: Mit meinem Hund komme ich schnell ins Grüne oder kann einen Abstecher zum Camping-Platz Steger an der Ruhr machen. Auf dem Weg zum Einkaufen treffe ich häufig Nachbarn oder Bekannte. Und davon gibt es nach den 21 Jahren, die ich bereits hier wohne, einige.
Dietlind Matrong, 70

Ich habe hier schon meine Kindergartenzeit verbracht. Nach meinem Gefühl hat sich seitdem im Bommerfeld kaum etwas verändert. Das Hundeparadies innerhalb des Rings lädt noch genauso zum Spazierengehen ein wie damals. Mittlerweile habe ich auch die ganzen kleinen Wege entdeckt, die von hinten zu den Anwohnerstraßen führen. Meine Lotto-Scheine werde ich hier auch weiterhin abgeben.
Maurice Reinhard, 21

Mein Lotto-Geschäft habe ich in der Ladenstraße schon seit 22 Jahren. Ich kenne meine Kunden und ihre Familiengeschichten ganz gut. Viele kommen aus der Siedlung hier, manche wohnen aber auch in Wengern oder in der Innenstadt. In den letzten Jahren sind die Kunden immer älter geworden, aber trotzdem wurden es nicht weniger. Deswegen möchte ich hier auch weiterhin bleiben. Ich kann doch jetzt nicht woanders Lottoscheine und Zeitschriften verkaufen. Wir sind hier doch alle eine große Familie.
Ute Mühling, 64, Inhaberin des Lotto-Ladens

Seitdem die Neue Mitte lockt, ist es wirklich voll geworden. Der Verkehr staut sich häufig in den Ring zurück. Man kommt kaum nach Hause. Wenn dann noch Schulschluss ist, habe ich den Eindruck, dass jeder Schüler einzeln von den Eltern abgeholt wird. Leider halten sich viele auch nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Trotzdem schätze ich die gute Nachbarschaft und das nahe Grün. Man kann hier im Bommerfeld wirklich sehr gut leben.
Walter Mischkalla, 62


Unsere hochwertigere Mode verkaufen wir seit diesem August in der Ladenstraße an junggebliebene Frauen. Der Einzelhandel belebt die Vororte – das gilt auch für Bommern. Die Anwohnerinnen haben nun endlich wieder ein Bekleidungsgeschäft in ihrer Nähe. Das fehlte hier dringend. Was ich gleich gemerkt habe: Die Leute hier sind alle sehr herzlich und zufrieden.
Waltraud Garstka-Hashemizadeh, 66, Ulwa-Moden

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