Hunderte Wittener tanzten in der Innenstadt

Im Ratskeller unterhielt der Wittener Sänger Aron King die Gäste mit seiner Elvis-Performance.
Im Ratskeller unterhielt der Wittener Sänger Aron King die Gäste mit seiner Elvis-Performance.
Foto: WAZ

Witten..  Gediegen ging es im Ratskeller zu: Statt „Dinner for One“ gab es hier Galadinner für rund 75 Gäste. Für 69 Euro pro Person konnte man typisch amerikanisch schlemmen. Zum Motto „New York meets Ratskeller“ wurden Gerichte wie Roastbeef, Wraps oder Käse-Maccheroni serviert. Durch den Abend führte Sänger Ben Canto, der nicht nur als Moderator auftrat, sondern auch selbst Klassiker von Frank Sinatra und Songs der 70er zum besten gab.

Einige Gäste hatten sich passend zum Motto gekleidet: vom glitzernden Paillettenkleid bis zu lustigen Hüten mit Sternenbanner-Muster. Für Begeisterung sorgte Mario Müller alias Aron King. Der Wittener wurde bereits zwei Mal zum besten Elvis-Interpreten Deutschlands gekürt.

Statt Musik großer Legenden standen im Saalbau-Foyer aktuelle Charts- und Partyhits auf dem Programm. Hier feierte ein bunt gemischtes Publikum – darunter auch viele Gäste unter 30. Obwohl der Einlass schon um 21 Uhr begann, ging die Party zunächst noch schleppend los. „Schon schade, dass noch so wenig los ist“, fand Markus (33). Aber nach Mitternacht füllte sich die Tanzfläche und die knapp 400 Gäste wirbelten ausgelassen mit Erdmännchen-Maskottchen „Flip“ durch das Foyer. Dennoch: Für die richtige Disco-Stimmung blieb es etwas zu leer in dem großen Raum.

„Da es unsere erste Veranstaltung in Witten ist, haben wir aber auch keine Wunder erwartet“, sagt Jan Dittmer von der Hagener Veranstaltungsfirma „Event Experience“. Der Wittener DJ Sebastian Waliczak hatte ihn auf die „geile Location“ an der Bergerstraße 25 aufmerksam gemacht. „Ich wollte, dass in Witten mal wieder was los ist“, so Sebastian alias DJ Audreo. „Deshalb wollen wir die alte Foyer-Party-Reihe neu beleben.“

Etwa 150 Hagener Partygänger brachte Veranstalter Jan Dittmer mit Shuttlebussen in den Saalbau mit. In den Morgenstunden zog er ein zufriedenes Fazit: „Wir haben jetzt insgesamt 430 Gäste gezählt. Das ist für den Anfang schon gut. Als Veranstalter lohnt es sich, öfter nach Witten zu kommen: Im Vergleich zu Hagen muss man hier keine hohe Vergnügungssteuer zahlen.“ Ob es eine Fortsetzung gibt? „Bestimmt – und nicht nur zu Silvester. Wir sind schon in Gesprächen mit dem Saalbau.“

Sorgen über Gästezahlen musste sich die Werkstadt hingegen nicht machen. Schon kurz nach Einlassbeginn waren die beiden Tanzflächen in der Halle an der Mannesmannstraße bestens gefüllt. „Die Leute sind nett und die Stimmung ist einfach toll und locker“, fanden die beiden Freundinnen Claudia (51) und Manuela (50). Rund 500 Feiernde ließen es hier krachen.