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Hoppel-Pfad sorgt für Sturzgefahr

26.09.2012 | 06:00 Uhr
Hoppel-Pfad sorgt für Sturzgefahr
Hans-Peter Rehder ist sauer auf den Zustand des Gehwegs in Bommern.Foto: Dennis Sohner

Witten.   Hans-Peter Rehder ist sauer: Seit Jahren sei ein Gehweg vor seiner Haustür nicht mehr gereinigt worden. Er ist zugewuchert, das Geländer verrostet. Dabei ist es der einzige Weg zum Bus. Die Stadt will nun den Ort sichten.

Der Weg zum 379er ist für Hans-Peter Rehder immer ein Wagnis: Von seiner Wohnung in der Andreas-Blesken-Straße führt nur ein kleiner Pfad zur Haltestelle an der Elberfelder Straße. Und der hat es in sich: Nasses Laub liegt auf dem Boden, an den Seiten ist alles zugewuchert, das Geländer völlig verrostet. Gesäubert sei der Pfad noch nie worden, schimpft Rehder. „Und wir leben schon 37 Jahre hier.“

Hans-Peter Rehders Frau Annelie schaut auf den Asphalt und schüttelt den Kopf. „Von asphaltiert“, sagt sie, „kann keine Rede mehr sein.“ Vor allem für ältere Bewohner sei der Weg eine Gefahr. „Schon jetzt liegt viel Laub, das nicht entfernt wird. Was soll das erst im Herbst geben?“, sagt die 70-Jährige und prophezeit Böses.

Stadt will sich Weg ansehen

„Dann rutscht man aus“, so die Bommeranerin. Am Geländer könne man sich schließlich nicht festhalten, fügt Mann Hans-Peter hinzu und zeigt auf die Roststellen der Metallstange, die sich einmal Geländer nannte. Die Stadt kündigte gegenüber unserer Zeitung an, so bald wie möglich auszurücken und sich das Problem anzusehen. „Wenn wir feststellen, dass Gefahr im Verzug ist, müssen wir handeln“, so Sprecher Helmut Sonder.

Als Hans-Peter Rehder den Weg auf die Elberfelder Straße geschafft hat, lässt es sich der 69-Jährige nicht nehmen auch das zweite Ärgernis zu zeigen. Es liegt 100 Meter weiter, ist zugemüllt, mit Erde bedeckt und mit Gestrüpp total zugewuchert. Die Rede ist vom Weg neben dem Fahrradstreifen an der Elberfelder Straße. Oder dem, was davon übrig ist. „Vor vier Jahren wurden die Äste das letzte Mal mit einer Sense entfernt“, erinnert sich der Bommeraner. Jetzt ist hier kaum noch herzugehen. Das liegt auch daran, dass der Weg auf einmal im Nichts verschwindet.

„Schauen Sie mal“, ruft Hans-Peter Rehder und zieht mit dem Fuß eine Linie über den Boden. „Hier war einmal der Weg. Und was ist noch übrig?“ Zum Brötchenholen, sagt der Rentner, da müsse er jetzt immer einen Umweg in Kauf nehmen. „Sonst fahren die mich um.“

Straßen NRW für Pflege zuständig

Die letzte Pflege habe der Landschaftsverband Westfalen-Lippe dem Gestrüpp vor vier Jahren verpasst, vermutet Hans-Peter Rehder. Doch der LWL sieht bei sich keine Zuständigkeit und verweist auf Straßen NRW. In Düsseldorf hat man bereits die Ohren gespitzt: Man wolle nun erkunden, ob die Stelle bislang vernachlässigt wurde oder andere Gründe für den zugewucherten Weg vorliegen, sagte eine Sprecherin unserer Zeitung.

Hans-Peter Rehder jedenfalls würde sich Besserung erhoffen. „Ich habe selbst mal zur Harke gegriffen“, sagt er. „Aber in meinem Alter geht das nicht mehr so gut.“

Dennis Sohner

Kommentare
01.10.2012
15:13
Hoppel-Pfad sorgt für Sturzgefahr
von mandan | #7

Diesen Weg kenne ich noch aus Grundschulzeiten. Da war es vor 35 Jahren schon im Herbst gefährlich herzugehen. Schon damals waren das Gelände marode...
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2012-09-26 06:00
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