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„Hier kriege ich doch alles“

24.09.2012 | 18:55 Uhr
„Hier kriege ich doch alles“
Wittens Fußgängerzone: die Bahnhofstraße.lFoto: Olaf Ziegler

Witten.   Im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe schneidet Wittens City gut ab. Das finden Geschäftsleute ebenso wie Kunden. Nur die Randgebiete haben Probleme.

„Man kann“, sagt Torsten Heckenhauer, „Witten einfach nicht mit Dortmund vergleichen“. Doch den Fehler würden viele machen, weshalb die Innenstadt oft schlecht abschneide. Dabei hat die City – neben einigen Schmuddelecken – durchaus Charme.

Heckenhauer jedenfalls ist zufrieden mit seinem Standort an der Beethovenstraße. Seit 25 Jahren verkauft der Inhaber des „Savoir Vivre“ junge Mode, auch für Junggebliebene. Klar sei das hier, etwas abseits vom Trubel auf der Bahnhofstraße, keine 1a-Lage. „Aber sonst müssten wir mehr Miete, mehr Personalkosten und mehr Aufwendungen für den Diebstahlschutz einplanen“, sagt er, der auf individuelle Beratung vor allem der Stammkunden setzt. Drumherum: Hörzentrum, Sanitätshaus, Optiker. „Ja, das ist hier die Gesundheitsecke“, sagt Heckenhauer. Und nicht nur die sei nach 19 Uhr wie ausgestorben.

Wellness der etwas anderen Art scheint derzeit das Gebot an der unteren Bahnhofstraße: Ein thailändisches Massagecenter eröffnet bald. Es gibt ein Nagelstudio und eine Suppen-Station mit vitaminreichen Leckereien. Dafür gibt es aber auch von der Breite Straße bis zur Höhe des Berliner Platzes acht Leerstände, darunter die ehemalige Frisier-Bar, Wallis Markt, das Nudel-Stübchen, ein Geschenke-laden. Zum Vergleich: In der Stadtgalerie stehen derzeit drei Ladenlokale leer, an der oberen Bahnhofstraße ist es das ehemalige Café Leye, in das aber bald die Projektfabrik zieht, die Arbeitslosen beim Weg in den Job hilft.

„In die untere Bahnhofstraße gehe ich nicht“, sagt dann auch Sabine Utke. Die 48-Jährige ruht sich nach einem Einkaufsbummel mit ihrer Mutter vor der Stadtgalerie aus. Doch sonst habe sie, die nach zwei Jahren in der Nähe von Stuttgart Witten wieder zu schätzen wisse, nichts zu meckern: „Hier kriege ich doch alles für den täglichen Bedarf.“ Als echte Bereicherung empfinde sie das Café Extrablatt oder die Kulturkneipe Knut’s.

Vor allem was den Berliner Platz mit neuer Gastronomie und neuen Wasserspielen angeht, sind wohl fast alle einer Meinung. „Nachdem der Platz eine neue Funktion erhalten hat, ist die Situation im Großen und Ganzen positiv“, formuliert es Karl-Dieter Hoeper von der Standortgemeinschaft Witten-Mitte vorsichtig. Dabei scheut er nicht den Vergleich – allerdings auch nur den mit gleich großen Städten. Was ihn besonders freut: „Dass wir noch inhabergeführte Läden haben.“

Annette Kreikenbohm


Kommentare
25.09.2012
16:17
Meckerköppe unter sich.
von p.s.a | #5

Nach Ddorf wegen ein paar € fahren aber moppern wenn man von Saturn nach Gassmann geschickt wird. Bis Köster laufen ist ok aber nee Johannisstrasse geht gar nicht da fahre ich doch lieber zur Castroper oder Rheinischen Strasse in einer Nachbarstadt. Fischgeschäfte mit vollem Sortiment findet sich in den Citys der Nachbarstädte überhaupt nicht. Modische Umstandsmode und dann noch in grosser Auswahl, braucht halt mehr oder Kunden als Witten zu bieten hat um rentabel zu sein.

Was man in 1 € Shops sucht ob die nun in WItten sind oder in Bochum oder in Ddorf ist mir sowieso schleierhaft.

Ich würde mal sagen kommt runter - die Innenstadt ist so gut sortiert wie schon lange nicht mehr, und nimmt man die ganze Stadt sieht es noch viel besser aus. Das fast viermal so große Dortmund hat noch nicht einmal einen Möbelvollsortimenter zu bieten. Wem schwedischer Papp nicht gefällt kommt nach Witten zum einkaufen. So sieht es aus.

25.09.2012
11:01
„Hier kriege ich doch alles“
von exil-hiddinghauser | #4

Naja, Kinderwagen bekomme ich notfalls noch bei trends, wenn ich eine gängige Marke kaufen möchte, allerdings war es unmöglich hier in Witten auch nur ein einziges Teil an Umstandsmode zu bekommen. h&m hatte mal eine Miniabteilung, die geschlossen wurde, ich wurde freundlich nach Bochum, Dortmund, Hagen verwiesen. C&A hatte hier wohl noch nie eine Umstandsmodenabteilung. Und auch wenn man in den umliegenden Städten schaut, haben wie meist nichtmal die Hälfte der im Internet angepriesenen Waren vorrätig. Wenn ich also nun kein 0815 Modell Mensch bin, habe ich keine Chance, etwas anzuprobieren. Traurig!

25.09.2012
09:16
„Hier kriege ich doch alles“
von ratzefummel | #3

ja ja und es ist alles etwas teurer als in anderen städten.vergleicht man mal saturn ,da ist doch bochum oder düsseldorf preisslich doch angesagter.da zahlt sich das ticket dahin sogar aus, frischen fisch bekomme ich nur auf dem wochenmarkt oder bei clauder da kann ich doch gleich in der apotheke kaufen.bei kleineren ersatzteilen wurde ich schon des öfteren von kaufhof nach gassmann geschickt,mit der begründung das das nur in grösseren mengen gekauft und gelagert werden muss und die kosten bei der bestellung zu sehr ins gewicht vielen.viele teile bekomme ich ja nur noch im internet.der kramladen köster ist leider auch geschlossen wo man schon mal ne dichtung in kleinstmege bekam.die innenstadtgeschäfte sind geschlossen weil die mieten so hoch sind aber ich kann nicht immer hoch zur johannisstr.laufen wenn ich mal original chinesische zutaten für die küche brauche.es ist alles zu weit läufig ,zu teuer,und im 1 euro laden bekomme ich wegen der schädlingsbekämpfungsmittel keine luft.

25.09.2012
00:49
„Hier kriege ich doch alles“
von Turrican | #2

Schon vor ein paar jahren wurden solche aussagen gemacht, und besser ist nix geworden.
Oder schon mal versucht in Witten ein Kinderwagen zu kaufen?
Vor ein paar jahren war es nicht mögich und jetzt ist es auch nicht möglich.

24.09.2012
22:01
„Hier kriege ich doch alles“
von myreiter | #1

ja wenn wir noch ein paar ein euro läden haben dann haben wir ja alles was an giftmüll aus fernost kommt , 2 tage dann in den gelben sack , stimmt wir haben wirklich fast alles wenn mann nicht umbedingt sieht das z.b. kaufhof in sachen sport nach dem motto : hier wird gekauft was auf den tisch kommt verkauft , naja schlimmer gehts auch in wetter

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