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Fangzäune erst Mitte Juli fertig

Herbeder Straße in Witten noch länger gesperrt

18.05.2010 | 16:12 Uhr
Herbeder Straße in Witten noch länger gesperrt

Witten. Die Freigabe der seit Weihnachten wegen Steinschlaggefahr gesperrten Herbeder Straße verzögert sich noch einmal um mindestens vier Wochen. Statt im Juni werden die Autos dort wohl erst Mitte Juli rollen können.

„Mitte Juli sollte es fertig sein“, erklärt Michael Overmeyer vom Landesbetrieb Straßenbau NRW in Hagen. Mit „es“ meint er die drei Fangzäune, die voraussichtlich ab Juni auf dem Hang in der Nähe des Ruhrdeichs auf einer länge von knapp dreihundert Metern befestigt werden.

Der Grund für die 265 000 Euro teure Siicherungsmaßnahme liegt fast ein halbes Jahr zurück. Kurz vor Weihnachten hatte sich aus dem Hang oberhalb der Straße eine Steinplatte gelöst. Sie soll bis auf den gegenüber liegenden Geh- und Radweg gefallen sein. Das ist auch der Grund, warum der Landesbetrieb es nicht bei einer halbseitigen Fahrbahnsperrung wie am Hohenstein beließ, wo wenige Tage später ebenfalls ein Brocken auf die Straße stürzte. Dass die Steinschlaggefahr nach wie vor besteht, hatte ein späteres Gutachten bestätigt.

Auch fünf Monate nach Sperrung der Hauptverbindungsroute zwischen Herbede und dem Zentrum sieht Overmeyer keinerlei Anlass, das bisherige Handeln seiner Behörde in Frage zu stellen. Dass unzählige Autofahrer, Berufspendler und Lkw seit Weihnachten einen Umweg über die Universitätsstraße, den Hellweg und die Sprockhöveler Straße fahren müssen, sei nicht zu vermeiden. Wegen des langen Winters hätte man nicht früher handeln können.

In der nächsten Woche soll damit begonnen werden, die noch losen Steine auf dem inzwischen abgeholzten Hang abzuräumen. Dass sich die anschließenden Sicherungsarbeiten erneut um mehrere Wochen verzögern, erklärt Overmeyer mit möglichen Engpässen bei der Herstellung des Fangzauns. „Er wird ein bisschen später geliefert.“ Die Schweizer Firma arbeite einen Auftragsrückstau ab.

In Straßennähe, also unten am Hang, sollen zwei zirka zwei Meter hohe Zäune auf jeweils rund 80 Meter Länge verankert werden, außerdem eine so genannte Fangschürze auf halber Hanghöhe mit einer Länge von 150 Metern.

Eine, wenn auch nicht akute, Gefahrenstelle gibt es auch am Hang über dem Ruhrdeich. Dort will der Landesbetrieb benso wie am Hohenstein im Herbst aktiv werden. Derzeit dürfen keine Bäume abgeholzt werden. Es ist Schonzeit.

Jürgen Augstein

Kommentare
19.05.2010
10:21
Herbeder Straße in Witten noch länger gesperrt
von Roswitha Flüshöh | #9

Schade, daß ich die Wette mit meiner Arbeitskollegin nicht dingfest gemacht habe, dann hätte ich jetzt gewonnen, was noch eine weitere...
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Herbeder Straße in Witten noch länger gesperrt
Herbeder Straße in Witten noch länger gesperrt
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2010-05-18 16:12
Witten