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DRK auf der Suche

Her mit den alten Schätzchen

11.08.2009 | 08:00 Uhr

Für die Zeitreise und eine kleine Ausstellung beim großen Jubiläumsfest am 29. August suchen die Wittener Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes alles, was Ehemalige noch im Keller oder auf dem Dachboden haben.

An das Kratzen und Jucken der grauen Dienstmütze kann sich sogar noch Thorsten Knopp erinnern. Der Ausbildungsleiter ist inzwischen 23 Jahre beim Deutschen Roten Kreuz in Witten aktiv. Längst ist das Outfit im uniformähnlichen Stil funktioneller und bequemer Kleidung gewichen. Doch jetzt ist das DRK auf der Suche nach den alten Schätzchen. Sie sollen beim großen Fest am Samstag, 29. August, von 10 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Stadtwerke zum Einsatz kommen.

Das DRK wird 150, der Wittener Kreisverband 120 Jahre alt: Erstmals richten die Wittener deshalb an diesem Tag den regelmäßig stattfindenden Landeswettbewerb der Rotkreuzler aus Westfalen-Lippe aus. Auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben die Teilnehmer sich da, stellen sich etwa medizinischen Aufgaben vor historischer Kulisse. Einen Teil davon liefert das Rot-Kreuz-Museum Westfalen aus Bad Lippspringe, doch auch die Wittener wollen etwas beisteuern. Aus diesem Grund starteten sie vor rund drei Monaten einen Aufruf an die Bevölkerung.

Inzwischen kann Heiko Kaminski, seit 17 Jahren beim DRK und jetzt zuständig für die Historie, schon etliche Zeitungsausschnitte und Fotos sortieren. Schwarzweiß die meisten, wie jene Reproduktion einer Postkarte aus der Zeit um den 1. Weltkrieg, die aus dem Stadtarchiv stammt. Zu sehen ist die „Freiwillige Sanitätskolonne” – so nannten sich die ersten Aktiven – in Bommern. Alte Räderkarren dienten damals dem Krankentransport. Abgeliefert haben ehemalige DRK-Mitglieder auch jene beiden alten Anzüge, die die Aktiven heute schmunzeln lassen.

„Jetzt suchen wir noch Ehrenzeichen, Dienstbücher und vor allem Uniformen der alten Schwesterntracht”, zählt DRK-Pressesprecher Sebastian Beckschäfer auf. Wer keine solchen Devotionalien hat: Auch Augenzeugenberichte sind willkommen. „Erlebte Geschichte ist viel wert”, so Christian Schuh, seit zehn Jahren beim DRK. Melden können sich alle unter 1666.

Annette Kreikenbohm

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