Das aktuelle Wetter Witten 17°C
Fassadenanstrich

Helles Grün für die „Grünen“

30.05.2012 | 18:41 Uhr
Helles Grün für die „Grünen“
Hohen Wiedererkennungswert hat die neue Fassadengestaltung des Hauses Bergerstraße 38 für die „Grünen“. Denn der Sockel wurde in zartem Grün gestrichen. Die darüberliegende Fassade erhielt einen sanften weiß-gelben Anstrich. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten. Der schmucke Zentrale Omnibusbahnhof, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der bevorstehende Umbau des Bahnhofsgebäudes sorgen für Impulse des einst unwirtlichen Quartiers.

Nachdem vor einiger Zeit das markante, altehrwürdige Haus an der Ecke Berger-/Lessingstraße aufwändig restauriert wurde, zeigt sich nun ein weiteres großes Gebäude von seiner strahlenden Seite: Es ist das fünfgeschossige Haus Bergerstraße 38, in dem sich außer mehreren Wohnungen und einem Frisör auch das Gemeinschaftsbüro der „Grünen“ befindet.

Am Dienstag wurde das Gerüst nach mehrwöchiger Restaurierung der Fassade entfernt. Nun strahlt sie in freundlichem Weiß-Gelb, der Sockel ist in hellem Grün gestrichen. Nach längerem hin und her habe man sich auf diese Sockelfarbe mit der Dortmunder Hausverwaltung geeinigt, die nun vortrefflich zum Wiedererkennungswert der „Grünen“ passe, erzählt Holger Miska (37), Geschäftsführer des Kreisverbandes. Weil neue Fenster ins Gebäude eingebaut wurden, sollte es sowieso auf längere Zeit gestrichen werden.

„Aber als dann ausgerechnet im Vorfeld des Landtagswahlkampfs die Gerüste aufgebaut wurden, hat uns das natürlich nicht so gepasst“, meint Miska. Insbesondere, weil viele Bürger den neuen Bürostandort der „Grünen“ nach dem Umzug Ende vorigen Jahres von der Garten- zur Bergerstraße noch nicht gekannt hätten. Doch dann kam ihnen ein Glücksfall zur Hilfe: „Wir haben ein großes Banner von einer früheren Landesdelegiertenkonferenz in Essen aufgetrieben. Und das konnten wir dann weit sichtbar am Gerüst aufhängen“, erinnert sich der 37-Jährige.

Der Transport des zehn mal fünf Meter messenden Transparents nach Witten habe sich als ziemlich schwierig gestaltet. Miska: „Und zuerst haben wir gedacht, dass es viel zu wuchtig sei. Aber als es dann hing, wirkte es passend. Und man konnte im Vergleich erstmal sehen, wie riesig dieses schöne alte Haus ist.“ Den „Grünen“ wird die neue Heimstatt noch einige Zeit erhalten bleiben: Sie haben einen zehnjährigen Mietvertrag für ihre Büroräume im Erdgeschoss abgeschlossen.

Mit dem Aufpeppen der beiden markanten Gebäude an der Bergerstraße geht auch ein Teil des Wunsches in Erfüllung, der seitens der Stadtverwaltung bei der Eröffnung des ZOB geäußert wurde: nämlich durch öffentliche zunehmend private Investitionen in diesem Viertel anzustoßen. Nun darf man auf baldiges neues Leben im Bahnhofsgebäude gespannt sein.

Michael Vaupel



Kommentare
31.05.2012
07:08
Helles Grün für die „Grünen“
von ro-fisch | #1

Grün anstelle von Schwarz. Scheint das diese Partei im Gegensatz zur CDU zumindest Kontakt zu ihren Wählern in Witten behalten will.

Aus dem Ressort
Gemeinsamer Kandidat der Wittener Koalition wahrscheinlich
Bürgermeister
Noch tappen die Parteien offenbar im Dunkeln bei der Suche nach dem Bürgermeisterkandidaten für 2015. Dass die Große Koalition mit unterschiedlichen Bewerbern ins Rennen geht, gilt als eher unwahrscheinlich. Die von der SPD-Spitze nicht mehr gewollte Bürgermeisterin Leidemann lässt alles offen.
Wittener Industrie stellt jeden dritten Arbeitsplatz
Industrie
In Witten gibt es 30 500 sozialversicherungspflichtige Beschäfigte. Mehr als jeder Dritte arbeitet in der Industrie. Hiesige Industrie-Unternehmen sind standorttreu, oft in Familienhand – und nicht selten international ausgerichtet. Die Themen eines Abends, zu dem sich Firmen-Chefs in der Werkstadt...
Rast im grünen Rüdinghausen
Stadtteilserie
WAZ-Redakteurin Tina Bucek lässt sich treiben auf den geordneten Straßen, bis sie sie trifft, die Rüdinghauser. Herrn Schäfer, der es früher schöner fand hier. Frau Priebel, die täglich zehn Kilometer durchs Ardeygebirge joggt. Frau Zühlsdorf, die Dahlien verkauft. Ein Potpourri.
Wittener Studentin schreibt Kinderbuch über Medizin
Uni Witten
Zwei Studentinnen der Uni Witten haben als Studienprojekt ein Kinderbuch über Anatomie verfasst: Ana und Tomie erklären die Medizin – das Ganze schön bunt bebildert. Was zunächst nur als Kurs-Projekt geplant war, gibt es jetzt zu kaufen.
IG Metall besorgt - Siemens drohe Wittener Unify-Werk
Schließung
Siemens will das Tochter-Unternehmens Unify in ganz Deutschland verschlanken. In Witten sind 110 Mitarbeiter betroffen. Erst war die Schließung bis Ende 2015 angekündigt, zwischenzeitlich bis Ende 2014, so die IG Metall. Brandbrief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Ihre Meinung

Das Freibad in Annen hat noch bis zum 14. September geöffnet . Andere Städte schließen ihre Bäder wegen des schlechten Wetters. Was denken Sie: Sollte das Freibad noch so lange geöffnet haben?

 
Fotos und Videos
Jamie Cullum begeistert beim Zeltfestival
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Bendzko singt Grönemeyer-Songs
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr