Hedwig Knorn lebt seit 104 Jahren in Stockum

„Gute Laune ist die beste Medizin“, betont die Wittenerin Hedwig Knorn (li., 104), hier mit ihrer Schwiegertochter Christa (75).Foto:Thomas Nitsche
„Gute Laune ist die beste Medizin“, betont die Wittenerin Hedwig Knorn (li., 104), hier mit ihrer Schwiegertochter Christa (75).Foto:Thomas Nitsche
Foto: Funke Foto Services
Ostersamstag hat Hedwig Knorn in Stockum ihren 104. Geburtstag gefeiert. Die rüstige, gut gelaunte alte Dame lebt mit ihrer Familie unter einem Dach.

Witten..  Sie wurde am 4. April 1911 in Stockum geboren und ist ihr Leben lang dem Stadtteil treu geblieben. Am Ostersamstag feierte Hedwig Knorn im Kreise von Familie, Freunden und Bekannten ihren 104. Geburtstag. „Ich hatte niemanden eingeladen. Und doch war es hier wie im Taubenschlag“, lacht die rüstige Seniorin. „Alle wollten gratulieren.“

Lachen und gute Laune ist ihr Geheimrezept, um alt zu werden und fit zu bleiben. „Lachen hält gesund“, betont die Seniorin. Und das glaubt man ihr gerne. Obwohl ihr Leben durch die Jahrzehnte nicht immer leicht war. Als Kind erlebte Hedwig Knorn den Ersten, als junge Frau den Zweiten Weltkrieg. „Ich könnte ein ganzes Buch voll schreiben“, erzählt sie.

Geboren wurde sie in der Provinzialstraße, das ist die heutige Hörder Straße. Acht Jahre besuchte sie die Harkortschule. „Das war damals die Volksschule, denn meine Eltern hatten nicht viel Geld“, erinnert sich die Jubilarin. Nach der Schule kam sie als Hauswirtschafterin und Kindermädchen „in Stellung“ beim Glasfabrikanten Utermann. Da war sie gerade vierzehn Jahre alt.

„Hetti“ Knorn genießt das Alter

Später dann wohnte die Familie bei den Großeltern im Stockumer Bruch. „Opa und Oma hatten ein Schwein, eine Ziege und Kartoffeln im Garten. Als Selbstversorger hatten wir so auch in schweren Zeiten immer was zu Essen auf dem Tisch.“

1935 heiratete sie ihren Mann Heinrich. Er war Bergmann und kam aus Breslau. Mit ihrem Sohn Reinhold (77) und Schwiegertochter Christa (75) wohnt die 104-Jährige heute glücklich und zufrieden unter einem Dach am Weizenkamp. Sie hat dort noch eine Wohnung für sich. Und genießt das Alter, wie sie sagt. Denn: „Gearbeitet habe ich genug.“

Die Mahlzeiten nimmt die Familie gemeinsam ein. Oft sind Enkelin Petra (50) und die Urenkelinnen Jacqueline (25) und Karoline (20) auch da. Spazierengehen klappt heute leider nicht mehr so gut. Dafür lässt sich „Hetti“ Knorn gerne mit dem Auto rumkutschieren. „Das machen alle gerne“, schmunzelt sie.

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