Hausbesitzer protestieren gegen Erhöhung der Grundsteuer

Auf Hausbesitzer in Witten kommen bald neue Kosten zu, denn die Grundsteuer soll steigen. Hier die Siedlung Tellmannstraße in Heven.
Auf Hausbesitzer in Witten kommen bald neue Kosten zu, denn die Grundsteuer soll steigen. Hier die Siedlung Tellmannstraße in Heven.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Vier Wochen lang sammelte der Verband Wohneigentum Unterschriften gegen die Grundsteuererhöhung. Die Resonanz war erstaunlich.

Witten..  Schon 2013 wurde die Grundsteuer erhöht, in diesem Jahr sollen Hausbesitzer erneut in die Tasche greifen. Dagegen protestiert nun der Verband Wohneigentum Witten, der die Interessen der Betroffenen vertritt. 1800 Unterschriften hat er bereits gesammelt. „Die wollen wir am 29. Januar um 12 Uhr an die Bürgermeisterin übergeben“, sagt Kreisvorsitzender Reinhard Stöcker (62).

Er betreut die 2500 Mitglieder in der Ruhrstadt, die sich auf über 40 Siedlergemeinschaften verteilen. „Wir beschweren uns, weil Wohnraum bezahlbar bleiben soll“, so Reinhard Stöcker. Eigentümer hätten genug Kosten zu tragen. Es könne nicht angehen, dass immer die selben zur Kasse gebeten werden. Schließlich empfehle auch das Land, die Grundsteuer nicht höher als 420 Punkte anzusetzen. Doch Witten liegt längst darüber.

2013 wurde die Grundsteuer von 470 auf 590 Punkte erhöht, jetzt soll sie auf 690 Punkte steigen. Für ein Zweifamilienhaus in Stockum etwa schlägt das nach städtischer Musterrechnung mit 1095 statt 936 Euro zu Buche. Für eine 70 m² große Eigentumswohnung in der City würden 330 statt 282 Euro fällig. Wie, fragt der Kreisvorsitzende, „soll ein Rentner, der das Haus als Altersvorsorge eingeplant hat, das kompensieren?“

Vier Wochen lang, seit November, lief die Unterschriftenaktion. „Die Resonanz war erstaunlich positiv.“ Offenbar hätten alle darauf gewartet, dass einer was tut, vermutet Stöcker. Er bekomme weiterhin Anfragen für Unterschriften. Natürlich brauche die Kommune Geld und werde den Bescheid sicher nicht zurücknehmen. Aber „vielleicht wird sie nicht in vollem Umfang zuschlagen“.