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Harmonie auf der ganzen Linie

19.06.2007 | 09:52 Uhr

Jugendhilfe- und Schulausschuss stützt einstimmig die Pläne der Stadt, die Kinder- und Jugendarbeit umzustrukturieren. Auch der Vorschlag, zwei neue Familienzentren einzurichten, wird angenommen

Das Sitzungszimmer 2 des Rathauses war gestern Abend ein Ort der Harmonie: Für ihr Konzept zur Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit in Witten erntete die Verwaltung eine Extraportion Zustimmung und Lob.

Wie berichtet, soll es an elf Standorten feste Kindertreffs geben, dabei steht die Verzahnung der offenen Kinderarbeit mit der offenen Ganztagsschule im Vordergrund. Für Jugendliche sollen drei zentrale Treffpunkte entstehen: In der Werkstadt (Jugendcafe?), in Heven (das Jugendfreizeithaus zieht eventuell in die ehemalige Wannenschule oder in die Kronenschule um) und in Annen (ab Mitte 2009 in der Ostermann-Verwaltung an der Annenstraße). Andere städtische Angebote, wie zum Beispiel das im Schwedenheim oder das Haus der Jugend sollen wegfallen. In die Bresche soll mobile Jugendarbeit springen - ein Angebot, zugeschnitten auf die Jugendlichen an den jeweiligen Standorten. Und das, betonte Jutta Schmidt vom Amt für Jugendhilfe und Schule im Ausschuss, bei einem gleich bleibenden Budget für die Kinder- und Jugendarbeit.

"Ich glaube, dass wir heute einen riesigen Schritt machen", meinte Reinhard Goldbach (SPD). Die offene Kinderarbeit werde ausgeweitet, mobile Jugendarbeit gestartet: "Die Bandbreite der Jugendlichen, die durch diese Anreize erreicht werden, ist größer ist bisher." Auch der Sprecher des Kinder- und Jugend-Parlaments (KiJuPa), Maximilian Brenker, lobte das Konzept und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, auch weiter in die Planungen eingebunden zu werden. Dieses Thema sei seit mindestens zehn Jahren diskutiert worden. Dass es jetzt angepackt worden sei, sei mutig, sagte Mechthild Weickenmeier vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Bei der anschließenden Abstimmung über das Fachkonzept, die Finanzierung und die weitere Planung gab es keine Gegenstimmen - im Gegenteil: Das einstimmige Votum wurde mit Beifall honoriert.

Nach den Sommerferien soll es konkreter werden, denn dann startet die zweite Phase der Umstrukturierungsplanungen. Erarbeitet werden soll, was möglich ist. Auch das Auswahlverfahren für das Personal, das seine Jobs nicht verlieren soll, aber im Falle einer Einrichtungsschließung eine andere Aufgabe bekommt, soll angestoßen werden.

Ebenfalls einstimmig wurde die Vorlage der Verwaltung beschlossen, die ev. Kindertageseinrichtung Märkische Straße und die städtische Kindertageseinrichtung Luisenstraße im Kindergartenjahr 2007/2008 in Familienzentren umzuwandeln. Zwei gibt es in Witten bereits: die Kita der Awo an der Willy-Brandt-Straße und die integrative Tageseinrichtung der Lebenshilfe - 14 sollen es werden.

Von Claudia Vüllers

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