Hackfleischbällchen auf Fußweg könnten vergiftet sein

Auf einem Fußweg  zwischen Ledderken und Pferdebachstraße, der in Witten parallel zum Rheinischen Esel verläuft, hat Hündin Rami Hackfleischbällchen gefunden. Diese enthalten vermutlich Gift. Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Auf einem Fußweg zwischen Ledderken und Pferdebachstraße, der in Witten parallel zum Rheinischen Esel verläuft, hat Hündin Rami Hackfleischbällchen gefunden. Diese enthalten vermutlich Gift. Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Auf einem Fußweg zwischen Ledderken und Pferdebachstraße, parallel zum Rheinischen Esel, hat eine Hündin ein „Leckerli“ entdeckt. Vermutlich Gift.

Eigentlich wollte Susanne Klemz am späten Abend des 14. Februar nur kurz eine Runde mit Hündin Rami gehen. Dann passiert Folgendes: Auf einem Fußweg zwischen Ledderken und Pferdebachstraße, der parallel zum Rheinischen Esel läuft, entdeckt die Hündin ein ausgelegtes „Leckerli“. Natürlich möchte sie es fressen. Und hat wahrscheinlich Glück, dass Frauchen alles früh genug bemerkt, schnell reagiert und es ihr aus dem Maul nimmt.

Hackbällchen mit blauem Granulat gespickt

Was die 39-Jährige nun in ihrer Hand hält: ein kleines Hackbällchen, gespickt mit blauem Granulat. Nur wenige Meter weiter liegt ein weiterer Köder. Klemz nimmt beide mit nach Hause, friert sie sicherheitshalber ein. Als Beweismittel.

„Das sieht stark danach aus, als wolle jemand die Tiere vergiften. Ich meine, das ist blaues Zeug in Hackfleisch, da macht sich doch keiner nur einen Scherz raus“, sorgt sich die Mutter zweier Kinder. Die Wittenerin glaubt, dass es sich bei dem blauen Granulat um Schneckenkorn handeln könne. „Es sieht dem ziemlich ähnlich.“

Da der Hundebesitzerin der nächtliche Vorfall keine Ruhe lässt, ruft sie am folgenden Tag bei der Polizei an. Die sagt ihr, man sei für so etwas nur bedingt zuständig und verweist auf das Ordnungsamt. Außerdem könne Klemz natürlich eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten. „Am Telefon klang das aber nicht so, als hätte ich damit viel Aussicht auf Erfolg“, schildert sie.

„Ich hätte mir mehr Hilfe erhofft“

Das Gespräch mit dem Ordnungsamt hinterlässt bei der Wittenerin einen ähnlichen Eindruck. „Die fühlten sich auch nicht so richtig zuständig. Der Herr am Telefon sagte mir nur, er könne mal zwei Leute dorthin schicken. Richtig motiviert klang er aber nicht“, beschreibt die Hundeliebhaberin den Gesprächsverlauf. Außerdem rät ihr der Mann, sich doch an das Kreisveterinäramt zu wenden. Auch hier ruft Klemz an: „Die Dame am Telefon wirkte zwar hilfsbereit. Wirklich ergiebig war das Gespräch aber trotzdem nicht.“ Schlussendlich habe man sie überall nur von einer Stelle zur nächsten verwiesen.

„Ich hätte mir mehr Hilfe erhofft“, erklärt die 39-Jährige enttäuscht. Untätig bleibt sie trotzdem nicht, sondern hängt Schilder am Fundort auf. „Man muss doch die anderen Menschen auf so etwas hinweisen“, findet sie. Auch die Anzeige gegen Unbekannt möchte sie noch erstatten.

Dies, so erklärt Polizeisprecher Volker Schütte, sollten Betroffene immer auf jeden Fall machen. „Es ist zwar gut, sich mit anderen Hundebesitzern auszutauschen, aber man sollte auch die Polizei direkt in Kenntnis setzen.“ Also: „Die 110 anrufen!“ Denn die Polizei könne nur ermitteln, wenn sie auch von etwas wisse.