Gute Noten machen Wittener Schülern gute Laune

Zeugnisse am Ruhr-Gymnasium (v.l.): Maja, Sophia, Jannick, Lisa , alle 17 Jahre und Tatjana, 19, aus der Stufe 11, gehen lachend und mit vielen Plänen in die Ferien.
Zeugnisse am Ruhr-Gymnasium (v.l.): Maja, Sophia, Jannick, Lisa , alle 17 Jahre und Tatjana, 19, aus der Stufe 11, gehen lachend und mit vielen Plänen in die Ferien.
Foto: WAZ
Am Schiller- und am Ruhrgymnasium verabschieden sich viele Schüler mit guten Zeugnissen in die Sommerferien. Gebüffelt wird wieder ab August.

Witten..  In der Klasse 7b des Schiller-Gymnasiums herrscht gute Stimmung. In wenigen Minuten gibt es Zeugnisse und dann geht’s endlich in die heiß ersehnten langen Sommerferien. Die meisten Zeugnisnoten sind den 25 Schülern der Klasse zwar bekannt, spannend bis zur Ausgabe bleibt es noch für einige in Mathe und Chemie. „Ich freu’ mich auf meine Sportnote. Da bekomme ich eine Zwei“, sagt Cedric. Auch mit Mathe ist er ganz zufrieden. Für Deutsch und Englisch will er im nächsten Jahr mehr machen, hat er sich vorgenommen. Aber das hat Zeit bis nach den Ferien. „Jetzt geht’s erst ‘mal in den Urlaub nach Österreich – mit meiner Familie.“

Heute wird in der Klasse noch einmal gelacht und herumgealbert, bevor sich die meisten längere Zeit nicht sehen werden. Auch von Klassenlehrer Heiko Miele (34), der Deutsch und Biologie unterrichtet, müssen sie sich verabschieden. Drei Jahre hat er sich um die Klasse gekümmert, nach den Ferien übernimmt ein Kollege. „Die Schüler sind sehr leistungsstark, ich bin sehr zufrieden mit den Zeugnissen. Die Ferien haben sich alle verdient.“

In den Ferien an die Ostsee

Auch Schülerin Alissa kann sich auf ihr Zeugnis freuen, sogar sehr. Sie erwartet gleich mehrere gute Noten, gerade in ihren Lieblingsfächern Kunst, Französisch und Sport. Und bald fährt sie mit einer Freundin auf einen Reiterhof und später mit der Familie noch nach Frankreich. Belohnt für die guten Zeugnisse werden sie und auch Klassenkollege Cedric mit Geld. Mitschülerin Jessica (13) war dieses Schuljahr besonders gut in Kunst und Latein, wo sie Einsen bekommt. Auch in Biologie rechnet sie mit einer guten Note und blickt der Zeugnisausgabe entspannt entgegen. Thema sind jetzt eher die Urlaubspläne. „In den Ferien fahre ich zu meinen Großeltern und an die Ostsee“, erzählt sie.

Dem Start in die Ferien fiebern auch die Schüler des Ruhr-Gymnasiums entgegen. Hier überwiegt ebenfalls die Freude über gute Zeugnisnoten. Büffelei in den Ferien für Nachprüfungen scheint nur in ganz seltenen Fällen nötig zu sein. „Wir haben viele gute Schüler in der Oberstufe. Da sehen die Zeugnisse wirklich überwiegend erfreulich aus“, so Tina Lüneberger (37), Oberstufenkoordinatorin und Lehrerin für Deutsch und Sozialwissenschaften.

Spaß haben, nicht pauken

Stolz ist sie auch auf die Abiturienten, die sich gut geschlagen haben. 16 Schüler konnten das Ruhr-Gymnasium mit einer Eins vor dem Komma verlassen, zwei sogar mit der Traumnote 1,0. Bis zum Abitur haben die Siebtklässler Julius und Luca hingegen noch Zeit. Da machen sich die beiden Teenies noch nicht verrückt. „Jetzt sind Ferien. In Mathe und Sport haben wir beide eine Eins. In allen anderen Fächern kann man sich dann noch verbessern. Aber eben erst nach den Ferien“, sagt Luca.

Lernen brauche man in den nächsten sechs Wochen – außer ein paar Lateinvokabeln vielleicht – eigentlich nichts, meint er. Lieber wollen Luca und Julius die Ferien mit ihren Familien in Tschechien und Österreich genießen. Auf Urlaub freut sich auch Lehrerin Christine Pielhau (33). Sie unterrichtet zwar sehr gerne in ihrer Klasse 8b. Aber Entspannung an der Ostsee sei auch etwas Schönes, gibt sie zu.

Ein bisschen traurig sieht ihre 32-jährige Kollegin Isabelle Klass aus. Das Ende des Schuljahres bedeutet für sie auch das Ende als Klassenlehrerin der 6c: „Nach der Sommerpause übernehme ich dann die neue 5c, auf die Kinder freue ich mich aber auch schon“, betont Klass.