Gute gesunde Erlenschule
20.09.2010 | 17:15 Uhr 2010-09-20T17:15:00+0200
Witten.Als erste und einzige Schule in Witten wurde die Grundschule Erlenschule nun mit dem Schulentwicklungspreis „Gute, gesunde Schule“ von der Unfallkasse NRW ausgezeichnet und bekam ein Preisgeld von 3880 Euro.
„Für uns ist das ein wichtiger Preis und wir sind wirklich stolz darauf“, meint Schulleiter Uwe Tutas. Besonders wichtig sei der Preis für ihn deswegen, weil oftmals Eltern zögern, ihr Kind an der Schule anzumelden aufgrund des hohen Migrationshintergrundes vieler Schüler. „Damit wird unsere Arbeit gewürdigt und auch die der Schüler, die schließlich für den Preis mitgearbeitet haben“, erklärt der Schulleiter.
400 Schulen aus ganz NRW hatten sich beworben. Nachdem in der ersten und zweiten Runde ein ausführlicher Fragebogen zu den Leistungen der Schule ausgefüllt werden musste, kam vor der Entscheidung ein Mitarbeiter der Unfallkasse an der Erlenschule vorbei. „Die Dame sprach auch mit den Kindern und hat sich insgesamt vier Stunden bei uns aufgehalten“, erzählt der Schulleiter. Neben der Erlenschule wurden noch 79 weitere Schulen in NRW für ihre Leistungen in der Gesundheitserziehung ausgezeichnet.
Was genau Gesundheitserziehung ist? „Es geht natürlich um die klassischen Dinge wie Ernährung, aber auch darum, dass wir in der Schule ein gesundes Klima schaffen für die Kinder“, erklärt Uwe Tutas. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem Verein „Klasse 2000“, ein Streitschlichter-Konzept sowie Pausenhelfer, ein jährlicher Gesundheitstag und eine „geheime“ Bewegungspause um elf Uhr. „Die Bewegungspause ist eine kleine, inoffizielle Phase, wo die Klassen kurz auf den Schulhof gehen und frische Luft schnappen. Das regt das Gehirn nämlich zusätzlich an“, erklärt der Schulleiter. Besonders wichtig ist ihm die Zusammenarbeit mit „Klasse 2000“ und der Koordinatorin Anja Kaiser. „Dreimal im Schuljahr kommt ein Gesundheitsförderer in die Klassen und geht mit den Kindern bestimmte Themen durch. Darunter sind auch die Gefühlskontrolle und Gewalt- und Suchtprävention“, erklärt Anja Kaiser. Die „Klasse 2000“ wird von Paten unterstützt, die pro Klasse und Schuljahr 220 Euro für die Arbeit mit der „Klasse 2000“ zahlen. „Über die Hälfte der Klassen bezahlt der Lions Club Witten“, erzählt Uwe Tutas.
Mit dem Preisgeld von 3880 Euro will Uwe Tutas unter anderem das Streitschlichter-Konzept ausbauen. „Wir möchten den Streitschlichtern gelbe Baumwolljacken mit einer Friedenstaube auf dem Rücken geben“, erzählt er. Damit können sich die Kinder dann identifizieren. Schließlich sei das das Wichtigste an einer gesunden, guten Schule: Dass es den Kindern gut gehe und sie Spaß haben daran.
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Schön, dass die Qualität dieser Schule durch den Preis gewürdigt wird.