Großeinsatz für Winterdienst in Witten

Durch heftiges Schneetreiben kämpften sich die Streuwagen am Samstag.
Durch heftiges Schneetreiben kämpften sich die Streuwagen am Samstag.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der nächste Wintereinsatz kann kommen. 850 Tonnen Salz hat das Betriebsamt auf Lager. Am Samstag wurde der Streudienst auf eine harte Probe gestellt.

Witten..  Jetzt ist von winterlichem Weiß wieder keine Spur zu sehen. Am Samstag dagegen kämpften sich zahlreiche Wittener durch heftigen Schneefall, der hier etwa zwischen neun und zehn Uhr einsetzte. Nur im Schleichtempo krochen die Autos an jenem frühen Vormittag beispielsweise die Dortmunder Straße oder die Pferdebachstraße entlang. Und mancher Fahrer fragte sich: Wo bleibt der Streudienst?

„Unsere ersten drei Streuwagen waren gegen 9.30 Uhr draußen“, hält Betriebsamtsvize Thomas Bodang dem entgegen. Er organisiert den städtischen Winterdienst. Kurz darauf seien auch die drei anderen Streuwagen sowie die acht Handkolonnen ausgerückt. Insgesamt seien über 30 Mitarbeiter im Einsatz gewesen. Es habe allerdings ungewöhnlich lange gedauert, die Straßen der ersten Streustufe - das sind Hauptverkehrsadern wie etwa die Ardey- oder Husemannstraße oder der Bodenborn - sowie der zweiten Stufe - das sind größere Zubringerstraßen wie Brauck- oder Dorfstraße, teils mit Busverkehr - von Eis und Schnee zu befreien.

„Obwohl es am Samstag gar nicht so kalt war, mussten unsere Mitarbeiter beispielsweise die Ardeystraße mehrfach streuen, weil sie erneut vereiste“, so Bodang. Außerdem seien ungewöhnlich viele Fahrzeuge unterwegs gewesen, so dass die Streuwagen zwischenzeitlich im Stau gestanden hätten. Aus beiden Gründen hätten sich die Arbeiten in die Länge gezogen, so dass der letzte Streuwagen um 18.30 Uhr auf den Betriebshof an der Dortmunder Straße zurückgekehrt sei.

Noch 850 Tonnen Salz auf Lager

Alle Mitarbeiter, die am Samstag im Winterdiensteinsatz waren, gehörten zur Rufbereitschaft. Diese setzt sich aus Mitarbeitern der Bereiche Tiefbau- und Grünflächenamt, Stadtentwässerung, Straßenreinigung und Müllabfuhr zusammen. Es sei nicht schwierig gewesen, die Rufbereitschaft zu besetzen, weil der Krankenstand derzeit nicht ungewöhnlich hoch sei, so der Betriebsamtsvize.

Etwa 50 Tonnen Salz seien von den Mitarbeitern am Samstag auf Wittens Straßen verstreut worden. Es befinden sich jetzt noch etwa 850 Tonnen im Lager auf dem Hof des Betriebsamtes an der Dortmunder Straße. Der nächste Wintereinsatz kann also kommen. Bodang: „Genug Salz haben wir auf jeden Fall vorrätig-“