Kommentar

Große Chance vertan

Von Dennis Sohner

Wilp und Witten – das war’s. Die einen wird es ärgern, den anderen ist’s schnuppe. Fest steht: Mit vielen bekannten Persönlichkeiten kann sich Witten nicht schmücken. Ein Museum wäre ein Aushängeschild gewesen.


Seit Monaten schieben sich Politik und Wilp-Vertreter den Schwarzen Peter zu. Klar: Die Parteien wollten den Wasserwerk-Aufsehern - darunter auch Lokalpolitiker - wohl nicht in die Parade fahren. Wilp begeisterte nur Kulturpolitiker. Und auch sie hätten zum Hörer greifen können. Aber wenn es stimmt, dass nicht mal ein Museums-Konzept vorliegt, fehlte es vor allem am Einsatz der Wilp-Seite.


Sich für Witten reinzuhängen, schien nie wirklich das Ding von Wilps Witwe. Sie setzte voraus, die Stadt würde sich um ihre Exponate reißen - doch die Politik ließ sich durch ihr Ultimatum nicht erpressen. Das Motto der Düsseldorferin: Dann eben New York! Was auch die Kasse mehr füllen dürfte...