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Großaufgebot sucht Vermisste in der Ruhr

04.01.2016 | 17:52 Uhr
Großaufgebot sucht Vermisste in der Ruhr
DLRG und Hundestafffel auf der Ruhr: Zwischen Kemnade und Alter Fähre waren diese Retter am Montag (4.12.) im EinsatzFoto: Fischer

Witten.  Eine Frau ist seit Samstagabend (2.1.) verschwunden. Ihr Auto wurde im Bereich der Kemnader Brücke entdeckt. 100 Helfer beteiligen sich an der Suche.

Etwa 100 Helfer von Polizei, Feuerwehr und DLRG suchen seit Sonntag (3.1.) an der Ruhr nach einer Vermissten. In der Nacht wurde die Suchaktion – zuletzt zwischen dem Hattinger und der Blankensteiner Wehr – zunächst ergebnislos abgebrochen, bevor sie am Montag (4.1.) mit einer Hundestaffel, Tauchern und einem Hubschrauber fortgesetzt wurde. Am Montagabend (4.1.) wurde der Einsatz vorerst wieder abgebrochen. Weitere Ermittlungen kündigt die Polizei für Dienstag (5.1.) an.

Vermisst wird eine Bochumerin, deren Auto im Bereich der Kemnader Brücke gefunden wurde. Angehörige hatten am Sonntag eine Vermisstenanzeige aufgegeben nachdem die Frau Ende 50 bereits am Samstagabend ohne Erklärung weggefahren und nicht zurückgekehrt war. „Wir haben bisher keine Hinweise auf eine Straftat“, sagt Guido Meng, Sprecher der zuständigen Polizei Bochum.

Schon am Sonntag hatten Polizei und Feuerwehr das Ufer ab 18 Uhr intensiv abgesucht. Ausgangspunkt war zunächst der Parkplatz am Wasserschloss Kemnade. An beiden Uferseiten suchten die Rettungskräfte den Fluss zu Fuß und mit Einsatzfahrzeugen ab. Die DLRG unterstützte die Retter vom Wasser aus. Mit Suchlampen und Wärmebildkameras wurde die Ruhr in diesem Bereich dreimal abgefahren. Es waren insgesamt drei Boote im Einsatz.

Wasser vier bis fünf Grad kalt

Das Ruhrwasser hat derzeit etwa eine Temperatur von nur vier bis fünf Grad Celsius. „Wenn jemand ohne Schutzkleidung dort eine halbe Stunde überlebt, dann ist das schon lange“, sagt Strömungsretter Gernot Kubiak von der DLRG . Er beschreibt die Suchmaßnahmen an den Flussufern als Grundlage: „Dann ist man erst einmal nur sicher, dass hier nichts gefunden wurde.“ Den ganzen Flussabschnitt könne man nicht abtauchen.

„Die Suche ist sehr aufwändig, da es sich um einen großen Ruhrabschnitt handelt“, sagte der Hattinger Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Die Taucherstaffel der Wittener Feuerwehr war am Sonntagabend ebenfalls angefordert worden. Sie kam nach eigenen Angaben aber nicht zum Einsatz.

Wetter erschwerte Suche

Probleme machte den Helfern in der Nacht zum Montag zudem das Wetter. Ein Einsatzfahrzeug hatte sich auf dem aufgeweichten Boden festgefahren. Gegen 23.30 Uhr musste die Vermisstensuche ergebnislos abgebrochen werden. „Das Wetter und die starke Strömung ließen eine Suche nicht weiter zu“, erklärt Strömungsretter Gernot Kubiak von der DLRG.

Am Montag (4.1.) wurde die Aktion an zwei Stellen fortgesetzt. An denen hatten zuvor die eingesetzten Spürhunde angeschlagen – unterhalb der Burg Blankenstein und an der Kemnader Brücke. An diesen Stellen wurde die Suche intensiviert und der Bereich noch einmal mit der Hilfe von Hunden, einem Hubschrauber und auch von Tauchern abgesucht – bis Montagabend vergeblich.

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2016-01-04 17:52
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