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Grenzwerte meist unterschritten

20.01.2009 | 18:34 Uhr

Zum Zwischenbericht der Schadstoff-Studie des Landes über die Luftbelastung mit Chrom und Nickel in der Nähe von Stahlwerken haben die Deutschen Edelstahlwerke gestern Stellung bezogen.

Karl Haase, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Umweltbeauftragter Max Heumann erklärten zunächst, dass die Stahlherstellung am Standort Witten „im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben” erfolge: „Alle notwendigen Betriebsgenehmigungen liegen vor.” Auch die regelmäßigen Emissionsmessungen hätten ergeben, dass die Grenzwerte für Staub, Chrom und Nickel „eingehalten bzw. meist deutlich unterschritten werden”.

Kritik üben Haase und Heumann am NRW-Umweltministerium, das ihnen erst nach der Veröffentlichung die aktuell vorliegende Zusammenfassung zugesandt habe: „Wir wurden weder an der Studie beteiligt, noch wurden wir über die Ergebnisse der Studie im Vorfeld informiert.”

Vier Punkte haben nun für das Unternehmen oberste Dringlichkeit, was das weitere Vorgehen in Sachen Schadstoffemission anbelangt.

Erstens: Ein unabhängiges Fachinstitut soll die NRW-Studie beurteilen. Der Auftrag dazu solle „umgehend” nach Vorliegen der Gesamtstudie erteilt werden.

Zweitens: „Wir sind bestrebt, unsere Umweltstandards weiter zu verbessern.” Noch 2009 sollen an verschiedenen Produktionsanlagen des Stahlwerks zusätzliche Entstaubungsanlagen aufgebaut werden, um die Entstaubungskapazität um rund 30 % zu erhöhen. Vorgesehen ist außerdem, „die diffusen Staubemissionen am Schlackenplatz zu reduzieren”. Dazu sind bereits nächste Woche Versuche mit Wasserkanonen geplant. Verlaufen sie erfolgreich, „werden wir noch in 2009 die Ausrüstung des Schlackenplatzes mit entsprechenden Einrichtungen veranlassen”.

Drittens: Im Februar soll es zusätzliche Messungen an den Anlagen des Stahlwerks geben. Sie sollen Erkenntnisse darüber vermitteln, welchen Anteil das gesundheitsschädliche Chrom-6 am Gesamtchromgehalt in den Emissionen hat.

Viertens: Die Deutschen Edelstahlwerke werden erstmals Ende März einen kompletten Umweltbericht für 2008 vorlegen, der auch die Ergebnisse der letzten Messungen enthalten soll. AnK

Annette Kreikenbohm

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Kommentare
20.01.2009
23:36
Grenzwerte meist unterschritten
von J.Koch | #1

das Chrom und Nickelrauche giftig sind,weiss man ja nicht erst seit gestern.
Wiso jetzt auf einmal? Wer hat da geschlafen?

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