Gipfeltreffen der jungen Dichter
14.11.2007 | 20:30 Uhr 2007-11-14T20:30:31+0100Workshop "Connect 07" führt Künstler zusammen. Aufführung in der Werkstadt
Überall auf der Welt sitzen talentierte junge Menschen und fassen ihre Gedanken und Gefühle in Worte. Doch ihre Dichtung schafft es nur selten über die Grenzen ihres Landes. Viel zu schade, fand vor zwei Jahren ein Team Engagierter, darunter die Werkstadt-Kulturpädgogin Simone Bettray. So wurde das europäische Kulturprojekt "Connect" aus der Taufe gehoben.
Die Idee: Junge Autoren aus verschiedenen Ländern werden eingeladen, mit Künstlern anderer Sparten fünf Tage lang intensiv in einem Workshop miteinander zu arbeiten. Ihre Texte werden übersetzt, sie lernen die Gedankenwelt der anderen kennen und entwickeln daraufhin zusammen mit Tänzern und Musikern eine Performance.
Am Samstag geht es wieder los. Dann treffen sich die Dichter und "Poetry Slammer" Daan Doesborgh (Niederlande), Sebastian Rabsahl (Bochum), Ilkay Koparan (Essen), Weronika Lewandowska (Polen), Sergio Garau (Italien) und Bohdan Piasecki (Polen) mit Musikern aus Deutschland und Tänzern aus den Niederlanden in Düsseldorf. Was sie auf die Beine stellen, ist an vier Terminen zu sehen: Am Donnerstag, 22. November, im Duisburger "Hundertmeister", am Freitag, 23. November, in der Tanzakademie Artez in Arnheim, am Samstag, 24. November, in der Wittener Werkstadt und am Sonntag, 25. November, im Düsseldorfer Zack (jeweils um 20 Uhr).
"Wir gehen damit natürlich ein gewisses Risiko ein", sagt Simone Bettray, Kulturpädagogin in der Werkstadt und Mitinitiatorin der ersten "Connect" 2005. Denn man wisse ja nicht, ob die Chemie zwischen den Künstlern stimmt und ob die Performance rund wird. "Aber wir sind sicher, dass es so toll wird wie vor zwei Jahren." So oder so führe man junge Kulturschaffende aus verschiedenen Ländern zusammen - und das sei auch die Idee hinter dem Konzept.
"Mit Connect wollen wir ein Netzwerk bilden, ein Forum soll entstehen, das über die Grenzen hinausgeht", sagt Simone Bettray. Das habe auch schon geklappt: Ein deutscher und ein tschechischer Autor hätten sich bei der "Connect 2005" kennengelernt und träten nun gemeinsam auf. "Genau das, was wir uns gewünscht haben."
Finanziert wird das Literaturprojekt vom Land NRW, von der niederländischen Botschaft, dem polnischen Institut in Düsseldorf und den Einrichtungen, in denen auch die Aufführungen stattfinden. Auch das eine europäische Koproduktion - wie das gesamte Projekt "Connect".
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