Gesundheitsminister Rösler an der Uni Witten
24.03.2011 | 11:13 Uhr 2011-03-24T11:13:00+0100
Witten.Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler besucht die Universität Witten/Herdecke am 31. März um 12 Uhr. Nach seinem Kurzvortrag „Neue Ärzte braucht das Land“ steht der Minister für eine Diskussion mit Studierenden und Dozenten zur Verfügung.
Rösler hat in der Vergangenheit vor einem drohenden Ärztemangel in Deutschland gewarnt und auf Verbesserungen beim Medizinstudium hingewiesen.
Sein Vorschlag, den Numerus Clausus im Zulassungsverfahren abzuschaffen und stattdessen auf persönliche Auswahlgespräche zu setzen, wird bereits seit vielen Jahren erfolgreich an der Universität Witten/Herdecke praktiziert: „Ein hervorragendes Abitur allein ist für uns kein Garant für eine zukünftig erfolgreiche, patientenorientierte Tätigkeit als Arzt. Wir erwarten in unseren Auswahlgesprächen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Arztberuf und die erkennbare Bereitschaft, sich mit den Patienten und ihren Sorgen dauerhaft und ‚lebenslang’ auseinandersetzen zu können und zu wollen“, so Prof. Dr. med. Martin Butzlaff, der wissenschaftliche Geschäftsführer der UW/H.
„Es freut uns natürlich, dass der Gesundheitsminister mit der individuellen Studentenauswahl ein Verfahren bundesweit als Vorbild nimmt, das an unserer Universität seit ihrer Gründung praktiziert wird.“
Minister Rösler wird an diesem Tag vor dem Besuch an der Universität Witten/Herdecke auch das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke kennen lernen. Am GKH werden die Anthroposophische Medizin, die Forschung und die Ausbildungsstation Themen sein.
Die Ausbildungsstation ist eine der Besonderheiten in der Ausbildung: Hier lernen Ärzte im praktischen Jahr unter Anleitung eine Station zu führen. „Es ist uns ein großes Anliegen, Herrn Minister Rösler diese Ausbildungsstation zu zeigen und zu demonstrieren, wie wichtig die Praxisausbildung und die frühzeitige Übernahme von Verantwortung für künftige Ärzte ist“, so Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Ärztlicher Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke.
„Wir freuen uns sehr auf einen fruchtbaren Dialog mit dem Minister“, erklärt Martin Butzlaff von der UW/H. Erst vor wenigen Monaten hatte das Land NRW den Modellstudiengang Medizin in Witten, der sich neben dem individuellen Auswahlverfahren auch durch frühen und intensiven Patientenkontakt sowie besonders praxisnahe Prüfungen auszeichnet, bis 2018 verlängert.
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