Geschwisterliche Gefühle

Generalprobe: Die Schüler der Theater-AG gehen vor der Premiere am Schiller-Gymnasium noch einmal alle Details für den großen Auftritt durch
Generalprobe: Die Schüler der Theater-AG gehen vor der Premiere am Schiller-Gymnasium noch einmal alle Details für den großen Auftritt durch
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Schüler der Theater-AG des Schiller-Gymnasiums führen Komödie des britischen Autors Alan Ayckbourn auf. Es geht um Intrigen und die große Liebe.

Witten..  Gucken, ob das Kleid richtig sitzt, und noch ein bisschen Erde neben den Grashügel streuen. Schon geht’s los. Konzentriert, aber mit viel Spaß proben die zwölf Schüler der Theater-AG des Schiller-Gymnasiums noch einmal ihr neues Stück, bevor es am Freitag, 22. Mai, bei der Premiere vor vielen Zuschauern ernst wird.

Bereits der Anfang der Aufführung wirkt beschwingt, die Stimmung auf und hinter der Bühne ist gut. „Wir achten heute noch einmal auf alles, die Dialoge müssen sitzen und auch Kleinigkeiten wollen wir noch verbessern“, erklärt Stefan Braun (47), Leiter der Theater-AG und Lehrer für Deutsch und Katholische Religion.

Die Schüler spielen motiviert ihre Rollen durch, nehmen noch Feinschliffe an der Bühnendeko vor. Selbst ein Gipsarm kann da nicht stören, wie Lena (15) aus der zehnten Stufe beweist. Sie hat sich vor einigen Wochen den Arm gebrochen, das sei für ihre Rolle aber gar nicht so schlimm, erklärt sie. „Im Stück spiele ich die Figur Rita, die ist auch tollpatschig und daher wird das gar nicht so auffallen“, meint sie.

Botschaft und Boulevardwitz

Passend zur gespielten Situation einer Beerdigung in der Anfangsszene, sind die Schüler in Schwarz gekleidet. Spaß haben alle, das sieht man. Das liege auch am Stück „Geschwisterliche Gefühle“, weiß Lehrer Braun. „Die Schüler können jedes Jahr zwischen mehreren Stücken wählen. Diese Komödie stand schnell fest, sie ist untypisch für den deutschen Markt. Der Autor Alan Ayckbourn schafft es, sowohl eine Botschaft, als auch Boulevardwitz unterzubringen.“ Das Stück setze sich hauptsächlich mit der Entscheidung für einen Partner und der Verliebtheit auseinander.

Der Inhalt, grob skizziert: Zwei Schwestern, Dorcas und Abigail, begehren denselben Mann, einen sportlicher Afrika-Abenteurer. Intrigen und Rivalitäten seien da vorprogrammiert, verspricht der Lehrer. Gerade auf den Moment des Münzwurfes, der einen zentralen Moment in der Aufführung einnimmt, sei er gespannt.

Denn die Münze entscheide in der Premiere darüber, welche der einstudierten Spielversionen die Gruppe zu Ende bringt . Die jeweils andere Version werde am Mittwoch aufgeführt. Bei zwei Stunden Spielzeit gab es natürlich viel Text zu lernen. Die Schüler proben regulär einmal in der Woche mit der AG und auf einer Theaterfahrt. Besonders viel Sprechtext lernen mussten Lea (16) in der Rolle der Dorcas und Nadja (16), die die Abigail spielt. Sie haben die Hauptrollen der Schwestern übernommen. Das bedeutet aber auch viel Spaß, so viel, dass Nadja sogar davon träumt, mal Schauspiel zu studieren.

Für die Premiere erwarten die engagierten Schüler viele Zuschauer, 100 Karten seien bereits verkauft für das Spiel um große Gefühle mit viel Witz und Charme.