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Genossen fragen nach gut dotierten Aufsichtsratsposten

29.02.2016 | 17:02 Uhr
Genossen fragen nach gut dotierten Aufsichtsratsposten

Witten.  Die Ex-SPD-Mitglieder Richter, Humberg und Kretzmer behalten ihre Ratsmandate. Das sorgt für Empörung. Was ist mitgut dotierten Aufsichtsratposten?

Empörung herrscht in Fraktion und Partei darüber, dass die ausgetretenen SPD-Mitglieder Richter, Humberg und Kretzmer ihre Ratsmandate mitnehmen und eine eigene Fraktion („Solidarität für Witten“) gründen wollen. Es wird auch die Frage nach gut dotierten Aufsichtsratsposten gestellt.

Lokales
Chance für echten Neuanfang

So sehr der dreifache Parteiaustritt die SPD-Fraktion jetzt noch einmal durchschüttelt: Der Rückzug von Richter und Humberg kann für die Partei wie ein reinigendes Gewitter sein. Nach Thomas Stotko „verliert“ die Partei mit ihnen nun die letzten Hardliner an der Spitze.

Damit besteht die Chance für einen wirklichen Neuanfang. Das Festhalten an ihren Mandaten wird zwar noch für Unruhe sorgen. Doch eigentlich sind die drei schon heute Geschichte. Uwe Rath, der für Kooperation und Sachlichkeit steht, wäre der richtige Fraktionschef.

So hat der ehemalige Fraktionschef Thomas Richter seit der Kommunalwahl 2014 und der Machtübernahme durch die Groko das Amt des Sparkassenverwaltungsratsvorsitzenden inne. Dafür bekommt er jährlich rund 10 000 Euro. Anders als die Ratsmandate seien Aufsichtsratsposten keine persönlichen Mandate, heißt es seitens der Stadt. Es solle geprüft werden, ob die Betreffenden die Ämter wirklich behalten dürfen – vorausgesetzt, sie wollen das. „Das hängt auch von den Fraktionen ab, ob da Veränderungen gewünscht werden“, sagt ein Verwaltungsexperte.

Willi Humberg, einer der bisherigen Fraktionsvize in der SPD, ist zweiter stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei den Stadtwerken. Er wollte sich gestern nicht dazu äußern, ob er dieses Amt nach seinem Parteiaustritt behalten will.

Politik
In SPD-Fraktion läuft alles auf Rath als Vorsitzender hinaus

Uwe Rath genießt hohes Ansehen in Partei und Fraktion und wäre bereit, nach dem Austritt von Fraktionschef Thomas Richter den Vorsitz zu übernehmen.

Wenn die drei Ex-Genossen tatsächlich eine neue Fraktion bilden, bekommt der Vorsitzende der neuen Gruppierung im Rat den dreifachen Satz eines normalen Ratsmitgliedes, also insgesamt gut 1000 Euro. „Solidarität für Witten“ wäre die fünfte Kleinfraktion im Rat. Es sei nicht akzeptabel, die Mandate mitzunehmen, sagt SPD-Vizefraktionsvorsitzender Uwe Rath. Der Wählerauftrag sei schließlich an die Partei ergangen „und nicht wie dargestellt an die Person“.

„Sie sollen ihre Posten abgeben“ fordert auch der Stockumer Ortsvereinsvorsitzende Walter Sander, der sich bei der parteiinternen Auseinandersetzung um die Bürgermeisterkandidatur schon früh zum Leidemannlager bekannt hatte. Er hoffe, dass jetzt endlich „dieses Misstrauen und in Schubladen gepackt werden“ aufhöre. Sander: „Wir müssen als Partei zeigen, dass wir handlungsfähig sind und wieder mit einer Sprache sprechen.“

Kommentare
01.03.2016
12:04
Genossen fragen nach gut dotierten Aufsichtsratsposten
von mandan | #4

Aber nicht doch! Wir kleben doch an unseren Pöstchen! Niemand nimmt mir meine Schaufel weg! Ironiemodusaus

Wenn man ein Mandat aufgrund einer...
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Genossen fragen nach gut dotierten Aufsichtsratsposten
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http://www.derwesten.de/staedte/witten/genossen-fragen-nach-gut-dotierten-aufsichtsratsposten-id11609664.html
2016-02-29 17:02
Witten