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Gemeinsam für die Zähne

09.09.2011 | 19:26 Uhr
Gemeinsam für die Zähne
Die Firma Dreve präsentierte auf der Ausstellung bei der Dentry ein Dentalmodell mit generativ gefertigter, flexibler Zahnfleischmaske sowie ein Implantat-Dentalmodell ( r. ) Foto: Walter Fischer / WAZ Foto Pool

Witten. Wenn ein Ingenieur mit Zahnmedizinern und -technikern diskutiert, dann „ist das außergewöhnlich“, schwärmt Leif Grundmann und bescheinigt damit dem ersten Dental-Kongress Ruhr (Dentry) Erfolg.

Mit nicht zu vielen Teilnehmern hatte Grundmann, Geschäftsführer des Zahnmedizinischen Biowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungszentrums (ZBZ) am gestrigen Freitag in den Räumen des Forschungs- und Entwicklungszentrums (FEZ) gerechnet. 160 kamen. „Besonders schön ist, dass zu ziemlich gleichen Teilen Mediziner und Wissenschaftler sowie Techniker und Unternehmer da sind“, sagt er. Meistens träfen sich Berufsgruppen getrennt. „Unser Anliegen ist ja immer die Vernetzung.“

So referiert Prof. Dr. Peter Awakowicz vom Lehrstuhl für Allgemeine Elektrotechnik und Plasmatechnik Bochum über die physikalischen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der Plasmasterilisation. „Er kommt mit den Teilnehmern ins Gespräch. Die Sterilisation mit Kaltplasma könnte Zukunft haben. Denn bei bisherigen Verfahren leiden die Instrumente oft, sind lange heiß, der Vorgang dauert lange. Das ist mit Plasma anders“, so Grundmann. Sollte sich aus der Diskussion dann gar die Entwicklung eines konkreten Verfahrens ergeben - „umso besser“.

Der erste Dental-Kongress Ruhr für Zahnmedizin und -technik bietet den Teilnehmern auch eine Begleitausstellung. Die organisierte Ulf Stockhaus, Kommunikationsleiter der Medecon Ruhr - Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr. Hier können sich Interessierte in der Pause nach einigen Köstlichkeiten Neuheiten auf dem Markt ansehen.

Nadine Brandt von Meisinger beispielsweise präsentiert ein neues System, um Kieferhöhlen nach einer seitlichen Bohrung anzuheben, um es anschließend mit Knochenersatzmaterial zu füllen - damit dann schlussendlich das Implantat besser sitzt.

Einen neuartiges Interdentalscan-Verfahren wird erklärt, das garantieren soll, dass der Zahnersatz anschließend perfekt und ohne Lücken zum Zahnfleisch sitzt. Ein anderes Gerät sieht gefährlich aus - es fixiert den Patientenkopf. Doch mit seiner Hilfe soll der Kiefer so genau analysiert werden können, dass eine perfekte Anpassung therapeutischer Schienen problemlos möglich ist. Auch Bohrschablonen werden gezeigt, die Nutzern eine präzise und kostengünstige Umsetzung der Implantatplanung versprechen.

Einen zweiten Kongress dieser Art hält Grundmann angesichts des Erfolges für gut möglich. „Wir geben hier auch Karten ab, auf denen die Teilnehmer der Dentry beurteilen und sich künftige Themen wünschen können.“

Die Teilnehmer und Referenten der ersten Dentry kommen aus ganz Deutschland. Der Kongress deckt ein breites Themenspektrum ab: Um navigierte Implantologie geht es, um Innovationen für Praxis und Labor, aber auch um neue Aspekte der Ausbildung. Hierzu kommt sogar ein Vortragender aus Schweden.

Liliane Zuuring

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2011-09-09 19:26
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