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Gallade stellt 41 Mitarbeiter frei

08.03.2010 | 15:09 Uhr
Gallade stellt 41 Mitarbeiter frei

Witten. Der insolvente Automobilzulieferer Galladé hat 41 Mitarbeiter freigestellt. Der Großteil soll bis Ende Juni die Kündigung bekommen.

Der Stellenabbau ist per Sozialplan mit dem Betriebsrat vereinbart. Vorsitzender Frank Ellerkamp hofft, dass sich ein Teil der Entlassung vielleicht noch über eine Verlängerung der Kurzarbeit abwenden lässt. „Das wäre nach dem NRW-Manteltarifvertrag zumindest eine Option.”

Grund für den Stellenabbau sind die Vorbereitungen des Insolvenzverwalters für einen möglichen Verkauf des Unternehmens und die derzeit schwachen Umsätze. Am Mittwoch findet eine für das weitere Schicksal von Galladé vielleicht entscheidende Gläubigerausschusssitzung statt. Dann könnten die Gläubiger darüber befinden, ob sie die Angebote möglicher Investoren für tragfähig halten. Ellerkamp: „Wir haben noch keine Pläne gesehen.” Er spricht von einer heißen Phase, in der sich der Betrieb befinde. Ziel müsse es sein, das Unternehmen zu halten. Das größte Kapital seien die Mitarbeiter, die in schwierigen Zeiten alles möglich gemacht hätten, was auch Kunden bestätigten. Die derzeitige Auftragslage sei sehr ruhig, die Kunden warteten ab, was passiert. Von dem Stellenabbau sind überwiegend langjährige Mitarbeiter über 50 betroffen. 165 blieben noch im Unternehmen.

Jürgen Augstein

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