Galladé-Betriebsrat befürchtet Insolvenz
14.10.2009 | 11:10 Uhr 2009-10-14T11:10:00+0200
Witten. Seit Monaten ist der Automobilzulieferer Galladé in wirtschaftlicher Schieflage. Da die Firmenleitung erneut mit Lohnzahlungen in Rückstand geraten ist, lässt die Belegschaft die Produktion bereits seit einigen Tagen ruhen. Der Betriebsrat befürchtet inzwischen sogar die Insolvenz.
Bei Galladé brennt wieder der Baum. Weil der Automobilzulieferer erneut mit vereinbarten Lohnzahlungen in Rückstand geraten ist, lässt die Belegschaft die Produktion bereits seit Donnerstag (10.10.) ruhen. Der Betriebsrat befürchtet inzwischen sogar die Insolvenz.
Zum vierten Mal habe die Geschäftsführung eine Betriebsvereinbarung zu Lohnzahlungen gebrochen, erklärte Betriebsratsvorsitzender Frank Ellerkamp. Die 320 Beschäftigten – davon 250 in Witten – hätten erst zehn Prozent ihres September-Lohns bekommen. Zugesagte „Express-Überweisungen” der italienischen Investoren seien weder – wie ursprünglich zugesagt – am vergangenen Freitag, 9. Oktober, noch am darauf folgenden Montag eingegangen.
Versammlung am Mittwoch
Am Dienstag hätten die Gesellschafter erklärt, sie hätten kein Vertrauen mehr in die Belegschaft, die der Firma ihre Arbeitskraft entzogen habe. Ellerkamp: „Das ist beeindruckend zu glauben, dass die Leute ohne Geld arbeiten.” Immer mehr Kollegen seien nicht mehr im Stande, ihre Miete zu zahlen. Ellerkamp: „Wir wollen arbeiten, produzieren und die Kunden beliefern. Aber wir lassen uns nicht mehr mit vagen Versprechungen hinhalten.” Die Situation spitzt sich weiter zu. Für Mittwoch, 14 Uhr, ist eine Versammlung am Werkstor in Heven angekündigt.
15:50
Ich meinte das nicht böse und bin kein neoliberaler, aber angesichts der Vorgeschichte und den, lieber p_s_a, sehr wohl dort bereits versenkten Steuergeldern, bleibe ich bei meiner unter #1 vertetenen Auffassung. Das den dort (noch) Beschäftigten jede erdenkliche Hilfe zusteht, versteht sich von alleine, aber darum ging es mir auch nicht.
15:36
Alle Reden von 320 Mitarbeitern, es waren mal 450
die 130 die schon weg sind wohl schon vergessen?
13:39
Die Italiener zahlen nicht.Also Insolvenz anmelden,bevor wieder einer dem Staat auf der Tasche liegt.#1 hat vollkommen recht.
08:48
Die Beiträge einiger von euch lassen erkennen, dass ihr das Drama Gallade nicht komplett verfolgt habt.Eine Landesbürgschaft über mehrere Millionen hat das Unternehmen schon vor Jahren erhalten.Ob die zurückgezahlt ist wer weiss.
Aber an öffentlicher Hilfe oder mangelde Bereitschaft der Belegschaft zur Rettung liegt es gewiss nicht.
23:44
Was sich bei Gallade seit Jahren abspielt ist ein Trauerspiel.
Eine Abfolge von Mißwirtschaft und Ignoranz - ausgetragen auf dem Rücken der Belegschaft.
Und denen, die diesen Laden (von Unternehmen zu schreiben fällt mir schwer) am Leben halten, nämlich der Belegschaft, jetzt das Vertrauen verbal zu entziehen, das ist Zynismus pur, dazu dreist und Menschen verachtend!
Solche Unternehmer sind ohne Gewissen und Verantwortungslos.
20:51
Von Steuergelder reinpumpen steht nichts im Artikel.
Die Begleitumstände deuten doch wohl mehr daraufhin, das ein da ein Investor eine Firma schlachten will.
Von daher offenbarst du mit deiner Forderung weitere 320 Menschen in die Armut zu schicken die Menschenverachtung, die den Extremen eigen ist, die Elend generieren wollen um auf dieser Welle sich lukrative Posten anzueignen.
Wenn es Dir wirklich um die Menschen geht, würdest Du doch erstmal von der verschlafenen Presse fordern, rauszufinden, wie der wirtschaftliche Stand von Gallade ist. Es gab genug Firmen, die obwohl sie wettbewerbsfähig waren von ihren Besitzern in die Insolvenz geführt wurden, weil damit schnelleres Geld zu machen war.
20:15
Das geht doch auf keine Kuhhaut mehr. Wozu leben wir in einer Marktwirtschaft? Zusperren und Licht aus, bloß nicht noch Steuergelder reinpumpen!!