Fundbüro der Bogestra wird gut angenommen

Seit kurzer Zeit betreibt die Bogestra ein Fundbübro im Bochumer Hautbahnhof. Auch für Kunden aus Witten ist es die zentrale Anlaufstelle.
Seit kurzer Zeit betreibt die Bogestra ein Fundbübro im Bochumer Hautbahnhof. Auch für Kunden aus Witten ist es die zentrale Anlaufstelle.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wer in Fahrzeugen oder an Haltestellen der Bogestra etwas verloren hat, kann in der zentralen Anlaufstelle im Hauptbahnhof Bochum fündig werden.

Sechs Regale – eins für jede Kalenderwoche – stehen aufgereiht im zentralen Fundbüro der Bogestra. Kleine Zettel kleben an den Regalböden und geben an, was hier zu finden ist: Geldbörsen, Studentenausweise und jüngst auch ein Maulkorb. „Man kann an den Regalen die regenreichen und kalten Wochen erkennen“, sagt Bogestra-Mitarbeiter Frank Morzick lächelnd, als er auf die vielen Regenschirme und Mützen zeigt.

Seit rund einem Monat hat das zentrale Fundbüro im Hauptbahnhof gegenüber dem Bogestra-Kundencenter nun geöffnet. Unübersichtlichkeit und Platzmangel an den Betriebshöfen waren die Gründe der Zusammenlegung. „Dort sind viele Mitarbeiter beschäftigt, da verliert sich sowas ganz schnell. Sie sind jetzt froh, dass sie sich nicht auch noch um Fundstücke kümmern müssen“, erläutert Friedhelm Bottländer von der Bogestra.

Angenommen wird das Fundbüro gut: „Wir können natürlich nach vier Wochen noch nicht so viel sagen, aber es wurden in den letzten Wochen fast 100 Gegenstände abgeholt“, berichtet Bottländer. „Die Betroffenen, die im Umkreis wohnen, finden das zentrale Büro toll“, erzählt Morzick. Er kann sich jedoch vorstellen, dass es für Gelsenkirchener zu weit entfernt ist. „Sie überlegen sich vielleicht zwei Mal, ob sie für einen Schirm hierher kommen.“

DRK Witten Abnehmer für Kleidung

Zudem würden die Erfahrungswerte zeigen, dass die Öffnungszeiten noch angepasst werden können. „Eine Öffnung von 8 bis 17 Uhr sowie ein langer Tag in der Woche wären optimal“, sagt Morzick.

In der Woche seien es rund 200 Gegenstände, die in Bussen, Bahnen oder an Haltstellen vergessen und abgegeben werden. Drei Mal wöchentlich – montags, mittwochs und freitags – werden die Fundstücke an zehn Stellen im Bogestra-Gebiet eingesammelt und im Fundbüro entgegengenommen. „Wir bewahren sie dann sechs Wochen lang auf“, erklärt Morzick. „Danach wird das gefundene Bargeld eingezahlt, Datenträger wie Handys oder Laptops vernichtet und Kleidungsstücke und Ähnliches vom Deutschen Roten Kreuz Witten abgeholt.“

„Es ist kurios, wie lange die Menschen manchmal brauchen, um zu merken, dass sie etwas verloren haben“, sagt Bottländer. Merken sie es dann doch, führen meist Beschreibungen zum verlorenen Gegenstand. Bei Laptops oder Handys komme es dann auf Passwörter oder Geheimnummer an. „Ich habe aber auch schon in Schulen angerufen und sie informiert, dass Schülerausweise gefunden wurden“, berichtet Bottländer. In Witten kommen laut der beiden Mitarbeiter übrigens die meisten Fundstücke zusammen. „Vielleicht sind die Wittener aber auch die ehrlichsten Finder“, sagt Daniela Stürmann von der Pressestelle der Bogestra.