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Für eine bessere Welt
08.02.2010 | 16:58 Uhr 2010-02-08T16:58:00+0100
Witten. Viele meinen heute, eine ethisch-moralische Zukunft sei schwierig zu bewerkstelligen. So sind wir es gewohnt, zwischen Naturschutz und Wirtschaft strikt zu trennen. Nicht so die beiden umtriebigen Journalisten und Autoren Franz Alt und Peter Spiegel.
Im vollbesetzten Forschungs- und Entwicklungszentrum traten sie mit ihren Vorträgen für eine bessere Welt ein.
Mit lauter, fast schreiender Stimme stellte Franz Alt seine Zukunftsvisionen vor: Ausgehend von der in seinen Augen katastrophalen Weltsituation, schilderte er kleine, aber effektive Mittel, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Er fragte sich, „Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?” Anhand einer fiktiven, ökologisch-ehrlichen Tagesschau zeigte er, dass täglich 150 Pflanzen- und Tierarten aussterben und dass wir unseren Planeten mehr und mehr „verwüsten”. Dabei wäre doch alles so einfach, so Alt: „Die Sonne ist die Lösung.” Eigentlich hätten die Menschen kein Energieproblem, eine komplette Energieversorgung mit regenerativen Energien sei möglich. Die „Geschenke des Himmels” gelte es zu nutzen.
Viel Zustimmung erhielt Alt für seine mit Charme und Witz vorgetragenen Ideen – besonders auch, weil er geschickt darstellte, wie eine gesunde Ökologie auch ökonomisch interessant sein kann: Wenn ein Haus so gebaut ist, dass es eine positive Energiebilanz vorweist und sich Geld mit der überzähligen Energie verdienen lässt zum Beispiel.
Es folgte Peter Spiegels Vortrag: Der Soziologe hat zahlreiche Bücher über nachhaltige und humane Wirtschaft veröffentlicht, auch in Zusammenarbeit mit Franz Alt. Er sprach vornehmlich über eine sinnvolle Aufgabe der Wirtschaft in der Überwindung der Armut. „Soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch”, sagte Spiegel.
Der Kongress „Wert(e)-Schöpfung in der Wirtschaft, ausgerichtet von der Baha'i-Religion, einer weltweiten Bewegung, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt, war mit diesen hochkarätigen Gästen eine Bereicherung des Wittener Kulturlebens.
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