Für Beziehungen, gegen Bestechlichkeit

Scherzhafter Weise spricht man gerne von „Vitamin B“. Gemeint ist damit, dass man im Leben „Beziehungen“ braucht. Mitmenschen, die man kennt und die einem etwas vermitteln können. Ohne freundschaftliche und verwandtschaftliche Beziehungen und auch ohne eine „himmlische“ Beziehung, so ganz auf sich selbst gestellt, ist das Leben schwer.

Wenn man jedoch von Mitmenschen abhängig ist, weil man sie sich erkauft hat, oder sich hat kaufen lassen, dann ist das ein großes Übel, das man Korruption nennt. Korruption ist eine Seuche in vielen, vielen Ländern der Erde, in den Regierungen, Herrschafts- und Machtbereichen. Systematische Korruption ist der Untergang jeder Menschlichkeit durch Erpressungen und Unter-drückungen.

Auf diesem Hintergrund muss man die scharfen Worte des Propheten Jeremia verstehen, der schon vor 2620 Jahren geschimpft hat: „Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt und dessen Herz sich abwendet vom Herrn.“ (Jeremia 17,5)

Ebenso ist seine Anerkennung zu verstehen, wenn er Menschen lobt, die letztlich auf den allmächtigen Gott vertrauen: „Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist.“ (Jeremia 17,7)

Das Fazit lautet: Beziehungen: Ja! – Korruption: Nein! Trotz allem: Letztlich immer noch auf Gott zu vertrauen, das ist der beste Weg.
Friedrich Bucher, Diakon