Für 421 Kinder gibt es in Witten noch keinen Kitaplatz

Im Wittener Kindergarten Christuskirche, in der Mitte Leiterin Tanja Rudowski, gibt es seit August 2014 eine Notgruppe für 20 Kitakinder. Nach einem Jahr läuft diese Gruppe in diesem Sommer aus.Foto: Thomas Nitsche
Im Wittener Kindergarten Christuskirche, in der Mitte Leiterin Tanja Rudowski, gibt es seit August 2014 eine Notgruppe für 20 Kitakinder. Nach einem Jahr läuft diese Gruppe in diesem Sommer aus.Foto: Thomas Nitsche
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Für 421 Kinder gibt es zum neuen Kindergartenjahr noch keinen Platz. Die Stadt denkt über Notgruppen und Tagesmütter nach. Drei neue Kitas in Planung.

In Witten fehlen viele Kitaplätze: 421 Jungen und Mädchen, deren Eltern für das neue Kindergartenjahr, Beginn 1. August, einen Platz suchen, gingen bis zum 15. März leer aus. Dies ergab eine Umfrage der Stadt bei den Kindertagesstätten. Drei Kita-Neubauten sind in der Planung. Am Mittwoch ein wichtiges Thema im Jugendhilfe- und Schulausschuss.

Petra Klein, Leiterin der Abteilung Schule und Kindertageseinrichtungen bei der Stadt: „Wir haben gerade alle noch unversorgten Eltern angeschrieben.“ So solle ermittelt werden, wer jetzt noch einen Kitaplatz benötigt, wie dringend der Bedarf ist oder ob eine andere Betreuung angedacht wird.

„Erst im Juli werden wir genau wissen, welche Kinder noch unterzubringen sind, da sich auch noch weitere Eltern melden können, um einen Platz nachzufragen.“ Klein geht davon aus, dass „wir wahrscheinlich versuchen müssen, Kitakinder aller Altersgruppen bei Tagesmüttern unterzubringen“.

In der Innenstadt gibt es den größten Bedarf

Zum neuen Kindergartenjahr 2015/16 stehen in der Stadt 2922 Kitaplätze zur Verfügung. Klein: „Davon sind 632 Plätze für unter Dreijährige.“ Beim Land habe man die finanzielle Förderung für die Einrichtung von Notgruppen für 100 Kinder beantragt. Petra Klein: „Wir suchen als Stadt auch immer Immobilien, wo wir diese Gruppen unterbringen können.“ Im Gebäude der ehemaligen Stadtbücherei Annen sollen dauerhaft zwei Kitagruppen ihren Platz finden. Die Awo-Kita Neddenbur in Heven soll spätestens bis zum 1. August 2016 von drei auf vier Gruppen aufgestockt werden.

In Planung sind, wie im Ausschuss vorgestellt, auch drei Neubauten von Tagesstätten. Zum einen soll es eine Kita an der Marienstraße geben. „In der Innenstadt ist der Bedarf am größten“, betont Klein. Man befinde sich aber noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Sollte die Kita entstehen, könnte es hier zum Kindergartenjahr 2017/18 64 neue Betreuungsplätze geben, davon 52 Ü3-Plätze.

Ein dritter Kita-Neubau soll am Bommeraner Ring entstehen

An der Dortmunder Straße ist der Bau einer Kita auf dem Gelände der Lebenshilfe angedacht. Auch dies werde noch geprüft – „baulich, technisch und finanziell“. 72 Plätze könnte es hier geben. Nach bisherigen Planungen ebenfalls zum neuen Kindergartenjahr 2017/18.

Ein dritter Kita-Neubau für 40 Jungen und Mädchen (mit 8 U3-Plätze) soll am Bommeraner Ring entstehen. Klein: „Er würde von einem Investor gebaut, schräg gegenüber der Helene-Lohmann-Realschule.“ Träger wird voraussichtlich die Lebenshilfe sein. Die Einrichtung könnte im August 2016 ihre Arbeit aufnehmen – so alles glatt läuft.

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