Führungskräfte-Treff in Werkstadt
04.11.2011 | 18:20 Uhr 2011-11-04T18:20:00+0100
Witten.Wie er die bekannten Profifußballer Zidane, Beckham und Figo auf dem Spielfeld gehändelt und kontrolliert bekommen hat, das verrät Zahnarzt, Entwicklungshelfer und Welt-Fußball-Schiedsrichter Dr. Markus Merk bei der Premiere des Führungskräfte-Forums Ruhr „up*satz“ in der Werkstadt.
Hier entstand die Idee zur neuen Veranstaltungsreihe, die von Sponsoren wie der EN-Awo, der Karriere-Werkstatt, dem Märkischen Arbeitgeberverband und Ostermann, von Netzwerkpartnern wie der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der Uni Witten sowie Medienpartnern wie dieser Zeitung unterstützt wird. Gemeinsam mit Rainer Schlief von der proVentes Schlief GmbH und Guido Beck von Beckdesign entwickelte die Werkstadt das Konzept für „up*satz“.
Hochkarätig sind die Vortragenden. Neben Merk gibt Anja Förster eine „Anleitung zum Querdenken“. Um sichere Entscheidungen geht es bei Merk. Und Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher spricht über das „Management des Wandels - Überlebensstrategien für Unternehmen und Organisationen“.
„1:1-Situationen müssen im Leben schnell gelöst werden“, stellt Merk klar, der schmerzende Kritik wie „Wehe, wenn der Zahnarzt pfeift“ als notwendigen, vorgehaltenen Spiegel empfindet, in den man von alleine nur ungern blickt. Als Abschluss seines mit vielen Bildern und Musik unterlegten Vortrags „schenke ich Ihnen mein Lebensmotto: Das Leben findet heute statt“. Lacher hat er beim Vortragen auf seiner Seite, am Ende gibt’s viel Applaus.
Und bei den mit den Fingern essbaren Häppchen in der Pause kommen die rund 180 Teilnehmer der Veranstaltung ins Gespräch. „Es ist doch erstaunlich, dass jeder im Leben selbst ein wenig Schiedsrichter ist. Eigentlich arbeiten wir in unserem Betrieb genau so, nur dass nicht so viele Zuschauer bei den Entscheidungen dabei sind“, sagt Hartmut Zander von Zander und Partner GmbH Architekten. Und Ute Zander von eben dieser Firma ist begeistert, wie Merk Situationen, die alle kennen, auf den Punkt bringt. „Man guckt über den Tellerrand, reflektiert sein eigenes Handeln.“
Die beiden haben an einem Stehtisch Gerlinde Lamberty vom Institut Lamberty Stressmanagement und Prävention getroffen, sind mit ihr ins Gespräch gekommen. „Das Schöne bei solchen Veranstaltungen ist, dass man sich mit anderen vernetzen kann. Das bringt unheimlich viel“, weiß sie aus Erfahrung. Sie freut sich auf den Vortrag von Anja Förster. „Ich habe sie schon mal gehört. Fantastisch“, urteilt sie.
Karl Haase von Deutsche Edelstahlwerke GmbH zeigt sich beeindruckt von Merks Vortrag: „Er ist ein echter Profi. Natürlich kann man nicht alles im täglichen Leben verwenden. Dennoch hatte das einen hohen Unterhaltungswert. Und wie er eine Stunde lang frei spricht, das ist schon gut. Ich freue mich auf Radermachers Vortrag. Er sieht die globale Entwicklung skeptisch und tritt für faires Wirtschaften ein. Was er sagt, regt sehr zum Nachdenken an.“
Nach den Vorträgen kommen die Teilnehmer noch zum gemütlichen Beisammensein und zum Austausch zusammen - bei Speisen vom Büfett, gekocht vom Hotel und Restaurant Eggers.
up-satz ist ein für diese Veranstaltungsreihe im Ruhrgebiet erfundenes Wort, bei der bekannte Persönlichkeiten zu aktuellen Themen Stellung beziehen und Führungskräften Impulse bieten. Zudem soll das Wort einen Standortwechsel bezeichnen, um sich losgelöst von alltäglichen Geschäften einen neuen Überblick zu verschaffen. Die Veranstaltungsreihe soll Führungskräften eine Zeitspanne bieten, um interessante Menschen zu treffen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen, heißt es in der Broschüre zur Premiere von „up-satz - Führungskräfte-Forum Ruhr“ in der Werkstadt.
13:51
Stimmt!!!
01:28
Ziemlich albern, eine Veranstaltung ohne wirkliche Aussage und Perspektive!