Führung zur wilden Apotheke am Wegesrand

Ursula Stratmann hat ein neues Buch auf den Markt gebracht.
Ursula Stratmann hat ein neues Buch auf den Markt gebracht.
Foto: Stratmann
Was wir bereits wissen
Ursula Stratmanns neues Buch „Kräutertour de Ruhr“ nimmt die Leser mit auf Wanderungen zu magisch-malerischen Plätzen im Revier.

Witten..  Traumhafte Landschaften, heilige Kraftorte, exotische Parks, küssende Bäume – und ein hinreißender Fluss: Ursula Stratmann hat all ihre Geheimtipps nicht nur gesammelt – sie verrät sie nun auch. Und das Tolle ist: Sie liegen alle ganz in der Nähe. In ihrem neuen Buch „Kräutertour de Ruhr“ stellt die Diplom-Biologin und Kräuterverliebte ihre schönsten Führungen im Revier vor.

Reich bebildert und sehr detailliert beschreibt die 56-Jährige ihre Touren zu Heil- und Zauberpflanzen und zur Gemüsetheke am Wegesrand. Die Naturparadiese, die vorgestellt werden, liegen zwischen Schwerte und Duisburg. Eigentlich. „Es ist mir fast ein bisschen peinlich – aber viele, viele davon sind in Witten“, gibt Stratmann zu. Denn sie sei zwar in allen Städten unterwegs gewesen, aber nicht überall habe sie Touren gefunden, die sie schön fand. Jedenfalls nicht so schön, wie diese hier: „Im Elbschebachtal gibt’s eine richtige Abenteuertour, im Muttental führe ich die Leser zu den Baumgesichtern und zur Elfenwiese. Und dann geht’s noch rund um den Kemnader See.“ In drei Etappen übrigens – nicht, weil der Weg sonst zu lang wäre, sondern weil es so viel zu entdecken gibt: „Da findet man etwa den Erzengelwurz, der ist eine echte Seltenheit.“

Im Juni Johanniskraut sammeln

In ihrem ersten Buch „Paradies in Grün“ hatte die Biologin die „Grundversorgung“ mit Kräutern im Revier vorgestellt: Was gibt es wo? Diesmal nimmt sie die Leser mit auf Tour, nimmt sie an die Hand und weist ihnen in 30 Ausflügen den Weg: mit Anekdoten, Geschichten, Rezepten – und Sammeltipps für jeden Monat. Johanniskraut wächst übrigens im Juni, zudem Lindenblüten, Farn und Giersch.

Viele nette Reaktionen hat Ursula Stratmann bislang auf das neue Buch bekommen. „Viele können eben einfach nicht glauben, dass es im Ruhrgebiet so schön ist.“ Aber auch der Service scheint zu stimmen: „Die Leser haben die Touren problemlos gefunden“, freut sich die Autorin.

Kaum ist das neue Buch auf dem Markt, da hat die Kräuterfrau schon wieder die nächsten Projekte im Sinn: „Mein Großstadtdschungel“ wird im kommenden April erscheinen. Zeitgleich kommt auch die Fortsetzung der Kräutertouren auf den Markt – dann mit noch mehr Witten: „Es geht auf den Rheinischen Esel“, verspricht Stratmann. Und zur Burgruine Hardenstein: „Dort werde ich klären, ob Zwerg Goldemar da nicht doch noch irgendwo haust – denn nirgends gibt es so viele Bäume mit seltsamer Gestalt . . .“