Friedenswille und Vernunft sollten siegen

Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass die Ausführungen eines Journalisten mit einer Erklärung von Papst Franziskus nahezu wörtlich übereinstimmen. Der Artikel in einer großen Tageszeitung, auf den ich mich beziehe, steht unter der Überschrift „Die Welt aus den Fugen. Was tun angesichts von Krieg, Terrorismus, Staatszerfall, Völkerwanderungen?“

Papst Franziskus hat am Anfang seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar sich „an jeden Mann und jede Frau sowie an alle Völker und Nationen der Welt, an die Staatsoberhäupter und Regierungschefs und an die Verantwortlichen der verschiedenen Religionen“ mit seinen Friedenswünschen gewandt; und er hat diese Wünsche mit seinem Gebet begleitet, „dass die Kriege, die Konflikte und die vielen Leiden enden mögen, welche sowohl von Menschenhand, als auch durch Epidemien und verheerende Naturkatastrophen verursacht werden.“

Die meisten Menschen, denen es um Frieden und Geschwisterlichkeit aller geht, werden kaum mehr tun können als in das Beten einzustimmen. Es sollte auch die Bemühungen der Politiker unterstützen, die gerade in diesen Tagen sich in Kiew und Moskau um eine diplomatische Lösung der „brandheißen Situation“ im Südosten der Ukraine bemühen.

Andere mögen militärische Lösungen vorbereiten, aber Vernunft, Friedenswille und Kompromissbereitschaft sollten letztlich den Ausschlag geben. Foto: Walter Fischer
Pfarrer Karl Heinz Grenner