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Bergbaufolgen

„Franziska“ wird dicht gemacht

14.01.2016 | 18:54 Uhr
„Franziska“ wird dicht gemacht
Seit August 2015 Baustelle: Der Erschließungsgrube wurde in die Wetterstraße gelegt, um den Verkehr in der Ruhrstraße nicht so stark zu behindern. Foto:Theobald

Der Erbstollen „Franziska“ unter der Ruhrstraße kann nicht mehr gerettet werden.

Witten.

„Im Prinzip sieht es unter Witten ja aus, wie in einem Schweizer Käse“, sagt Stadtsprecherin Lena Kücük. Wittens „schwarze“ Bergbauvergangenheit kommt immer wieder mal zum Vorschein. Derzeit an zwei Stellen im öffentlichen Raum: Unter der Ruhrstraße sowie unter der Alten Straße in Bommern. Beide Stellen erweisen sich als langwierig und schwierig.

Die Arbeiten in der Ruhrstraße/ Ecke Wetterstraße laufen bereits seit vergangenem August. Hier geht es darum, den Abfluss des Grubenwassers aus den Wittener Altzechen zu sichern. Bei Kanalarbeiten in der unteren Ruhrstraße ist festgestellt worden, dass der Erbstollen Franziska gut 80 Meter hinter dem Mundloch zum Mühlengraben eingestürzt war und die Entwässerung behindert. Von der Wetterstraße aus wurde versucht, den Erbstollen zu erreichen. Diese Arbeiten erwiesen sich zunächst durch im Weg liegende Versorgungskabel als schwierig. Jetzt teilte das Dezernat für Altbergbau in Arnsberg auf Anfrage mit, der Stollen habe sich grundsätzlich als zu eng für die Entwässerung herausgestellt. „Aufgrund der räumlichen Verhältnisse ist eine Sanierung des Erbstollens nicht möglich“, sagte Dezernent Peter Hogrebe.

In den kommenden Wochen soll nun eine Alternative für die Entwässerung und deren Finanzierung geprüft werden. Der zehn Meter unter der Ruhrstraße liegende 1,50 Meter hohe Erbstollen Franziska selbst soll verfüllt werden. Die Bauarbeiten dauern dann bis voraussichtlich Mitte des Jahres an.

Auch in der Alten Straße in Bommern bröckelt es unter der Oberfläche. Bei Probebohrungen im Auftrag der Entwässerung Stadt Witten (ESW) im Vorfeld von Kanalarbeiten wurden Hohlräume und Verbruchzonen festgestellt, die Folge des Altbergbaus sind. Seit dem 18. Dezember werden diese Stellen mit Flüssigbeton verfüllt. Die Alte Straße ist seitdem von der Einmündung Kranenbergstraße bis zum Grundstück des Hauses 29a teilgesperrt.

Ende der kommenden Woche sollen die Verfüllarbeiten im unteren Straßenabschnitt fortgeführt werden. „Derzeit werden immer mehr Verbruchzonen, also lockere Erdmassen, gefunden. Es ist möglich, dass immer wieder neue Stellen dazukommen, so dass ein Ende der Arbeiten derzeit nicht absehbar ist“, sagte Stadtsprecherin Lena Kücük.

Kristina Gerstenmaier

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2016-01-14 18:54
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