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Franz K. rockt für den Solidarfonds

15.02.2012 | 18:30 Uhr
Franz K. rockt für den Solidarfonds
Machen gemeinsame Sache: Dr. Michael Kohlmann (v.li.), Vorsitzender der Stiftung Solidarfonds NRW, mit Stefan Josefus und Michael Grimm von Franz K.. Foto: Marcus Simaitis / WAZ FotoPool

Witten.Die Wittener Band Franz K. gibt am 1. September im Castrop-Rauxeler Parkbad Süd ein Benefizikonzert für die Stiftung Sollidarfonds NRW.

Als Bassist Michael Grimm Ende der Siebziger 16 oder 17 war, wählte er per Postkarte den Titel „Bock auf Rock“ (1977) von Franz K. an die Spitze der damals legendären WDR-Schlagerrallye. Da hätte er sich noch nicht träumen lassen, dass er heute selbst in der Wittener Band spielt. Die gab am Mittwoch aus besonderem Anlass eine Pressekonferenz im Saalbau.

Es ist zehn Uhr, für Bandmusiker und manche Journalisten noch früh am Morgen. Vielleicht liegt’s am Alter, jedenfalls wirkt der Mann, der Franz K. 1969 in Witten aus der Taufe hob, ziemlich ausgeschlafen. Vielleicht sogar unsterblich? „Nee, das natürlich nicht“, sagt Stefan Josefus (64) lachend, der Schlagzeuger der Deutschrock-Band, die mit dem frühem Tod seines Bruders Peter im Jahre 1997 - er starb mit 46 Jahren an Lungenkrebs - ein vorläufiges Ende erlebte. Heute ist Franz K. wieder da und steht vor der Veröffentlichung des dritten Albums seit dem Comeback im Jahr 2009. Der Titel der neuen Platte lautet „Unsterblich“.

Aber zurück zum Bassisten und Sänger Michael Grimm, mit 47 Jahren heute der Jüngste im Trio, der per Zufall zu Franz K. kam. Mit einer Coverband spielte er 2007 in der Zeche Stücke der Wittener Gruppe und so kam eine gemeinsame Probe zustande. „Ich habe mich unheimlich gefreut“, sagt Grimm, der in den 1990er-Jahren die Saiten für die Achtziger-Erfolgsband Extrabreit („Polizisten“) bearbeitete.

In den Saalbau lud der fröhliche Stefan Josefus mit den langen grauen Haaren gemeinsam mit dem Wittener Dr. Michael Kohlmann (58) von der Stiftung Solidarfonds NRW. Die kümmert sich seit vielen Jahren in Castrop und inzwischen auch in Witten um Arbeitslose und Schüler, die es gar nicht erst werden sollen. So ließ sich der studierte Lehrer Stefan Josefus denn auch nicht lange bitten, als er um einen Beitrag für Stiftungsprojekte wie die Lernpaten (Studenten geben Gesamtschülern Nachhilfe) oder Unternehmenspaten (Betriebe unterstützten Jugendliche) gefragt wurde. Scheckübergabe war ihm aber zu langweilig.

Deshalb einigte man sich auf ein Benefizkonzert („Rock-Party im Pool“) am 1. September im Parkbad Süd in Castrop- Rauxel - erstmals als Auftakt für die traditionelle Soldarfonds-Schlagerfete am 2. September. Mit Franz K. werden u.a. Geier Sturzflug („Bruttosozialprodukt“) und vielleicht sogar die Kölner Brings und die Rattles die Verstärker aufdrehen.

Neben den Konzerteinnahmen überweist Franz K. die Download-Erlöse aus der Single-Auskopplung des neuen Albums an die Stiftung. Das wird der Titel „Auf dem Weg nach Hause“ sein. Franz-K.-Vater Stefan Josefus, der an seiner Seite nach wie vor Gitarrist und Mitbegründer Mick Hannes (60) weiß, scheint längst angekommen zu sein. Nach der langen Pause, die er sich nach dem Tod seines Brudes verordnete, hat er wieder Spaß an der Musik, wirkt zufrieden. Über 30 Konzerte hat Franz K., die ein bisschen softiger geworden sind, seit ihrem Comeback schon gegeben.

Ein Hit wird am 1. September in Castrop nicht fehlen: „Geh zum Teufel“ (1978), die deutsche Version von Satisfaction. Weil sie keine Rechte für den Stones-Klassiker hatten, legte Franz K. im Nachhinein die Worte des Schlagertexters Kurt Feltz darunter, der die Erlaubnis besaß. Mit dem Zusatz: Spezieller deutscher Text Stefan Josefus. Franz K. könnte noch viele solcher Dönekes erzählen. Kein Wunder, wenn man seit über 40 Jahren Musikgeschichte schreibt.

Jürgen Augstein

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Kommentare
15.02.2012
19:03
Franz K. rockt für den Solidarfonds
von Peter.Pass | #1

Nix gegen die Fraenze. Das ist noch ehrliche gerade Mucke.
Warum ich mich hier eigentlich zum Thema unpassend zu Worte melde, ist vielmehr die Frage nach der Miete fuer den Saalbau bei dieser Pressekonferenz. Wenn das in diesem Falle unentgeltlich ueberlassen gewesen sein sollte, dann kriegt das Kulturforum als Vermieter aber nen boesen Knacks, da selbst die Kindertanzveranstaltung MIETE bezahlen musste obwohl auch fuer einen guten Zweck. Wer wirklich Augen hat, die SEHEN, merkt ziemlich schnell, dass in dieser Kommune das Zweierlei/Mass regiert. Und zwar das was man WILL und das was man bis zum Erbrechen zu UNTERDRUECKEN versucht .....

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