Forschungsgemeinschaft ehrt Wittener Medizinprofessor

Prof. Dr. Boris Zernikow erhält den „Communicator-Preis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft für seine Verdienste um öffentliche Vermittlung von Schmerztherapien bei Kindern. Er ist Vorreiter in der Palliativversorgung unheilbar erkrankter Kinder.
Prof. Dr. Boris Zernikow erhält den „Communicator-Preis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft für seine Verdienste um öffentliche Vermittlung von Schmerztherapien bei Kindern. Er ist Vorreiter in der Palliativversorgung unheilbar erkrankter Kinder.
Foto: MATTHIAS GRABEN
Was wir bereits wissen
Über einen renommierten Preis kann sich ein Medizinprofessor der Universität Witten/Herdecke freuen. Schmerzen bei Kindern sind sein zentrales Thema.

Witten..  Der Wittener Medizinprofessor Boris Zernikow erhält den mit 50 000 Euro dotieren „Communicator-Preis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

Gewürdigt wird er für seine laut DFG engagierte, vielfältige und besonders nachhaltige öffentliche Vermittlung der Themen Schmerz, Schmerztherapie und Palliativversorgung bei Kindern und Jugendlichen. Die Preisverleihung erfolgt am Dienstagabend (30.6.) im Bergbaumuseum in Bochum.

Mitgliederversammlung an der Ruhruni

Der Preis wird am Vorabend von Mitgliederversammlung und Festveranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft vergeben. Die DFG folgt einer Einladung der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die als erste Universitätsneugründung nach dem Zweiten Weltkrieg vor 50 Jahren ihren Lehrbetrieb aufnahm.Während der Jahresversammlung tagen alle zentralen Gremien der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland – vom Präsidium über Senat und Hauptausschuss bis zur Mitgliederversammlung.

In der Mitgliederversammlung am 1. Juli stellt sich der seit 2013 amtierende DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider zur Wiederwahl für eine zweite Amtszeit. Diese würde – entsprechend den Regelungen der 2014 novellierten DFG-Satzung für einheitliche Amtszeiten der Gremienmitglieder – statt wie bisher drei dann vier Jahre dauern und vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2019 reichen. Ebenfalls für eine zweite Amtszeit kandidieren zwei Mitglieder des Präsidiums, Vizepräsident Professor Dr.-Ing. Frank Allgöwer und Vizepräsidentin Professor Dr. Leena Kaarina Bruckner-Tuderman. Neu- und Wiederwahlen stehen darüber hinaus auch für den Senat, das zentrale wissenschaftliche Gremium der DFG, an.

Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative

In ihrem Bericht werden der DFG-Präsident und Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek den Repräsentanten der Mitgliedseinrichtungen einen Rückblick auf das Förderhandeln der DFG seit der letztjährigen Mitgliederversammlung im Juli 2014 an der Frankfurter Goethe-Universität geben. Weitere Themen werden der Stand der Diskussion um die Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative und des Wissenschaftssystems in Deutschland und die Positionen der DFG hierzu sowie die Perspektiven für eine Weiterentwicklung des Förderportfolios der DFG sein.

Die Festveranstaltung im Rahmen der Jahresversammlung findet ebenfalls am Mittwoch, dem 1. Juli, ab 17 Uhr, im Audimax der Ruhr-Universität statt. Zu Beginn der Veranstaltung werden RUB-Rektor Professor Dr. Elmar Weiler und DFG-Präsident Strohschneider die Teilnehmer und Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft begrüßen. Der DFG-Präsident wird in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung der Freiheit von Forschung und die Grundsätze ihrer Förderung eingehen. Als Festgäste aus der Politik werden Bundesforschungsministerin Professor Dr. Johanna Wanka und die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin und Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz Vera Reiß erwartet, die jeweils ein Grußwort sprechen.

Bundesbildungsministerin zu Gast

Den Festvortrag hält Bundesverfassungsrichterin Professor Dr. Susanne Baer. Die Juristin von der Berliner Humboldt-Universität war als Co-Vorsitzende einer Arbeitsgruppe maßgeblich an der Formulierung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ beteiligt, mit denen die DFG seit 2008 Impulse für bessere Karriere- und Arbeitsmöglichkeiten von Wissenschaftlerinnen im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem geben will. In Bochum spricht Baer unter dem Titel „Autonome Verantwortung“ über „Wissenschaftsfreiheit als Gestaltungsaufgabe“.