Feier für die Schutzengel
15.11.2009 | 16:39 Uhr 2009-11-15T16:39:00+0100Vor einem Jahr, am 14. November 2008, hatte Moritz Siebert aus Witten auf dem Schulweg einen schweren Unfall - und viele Schutzengel. Nun dankte die Familie allen, die ihm das Leben retteten und ihn in der Zeit danach unterstützten, mit einem Fest.
Der Telefonanruf traf die Wittenerin Christine Siebert wie ein Schlag. „Ihr Sohn Moritz wurde angefahren”, lautete die Hiobsbotschaft. „Ich kann mich noch gut an diesen Moment erinnern”, erzählt sie. „Noch nie in meinem Leben habe ich so oft gebetet, wie auf dem Weg zum Unfallort.”
Der damals zwölfjährige Moritz, den ein Autofahrer beim Überqueren der Wuppertaler Straße in Sprockhövel erfasste, hatte Glück im Unglück. Die Rettungskräfte waren rechtzeitig zur Stelle und er überlebte seine schweren Verletzungen. „Wir verdanken das Leben unseres Sohnes einer ganzen Reihe von Schutzengeln, denen ich danken möchte”, sagt seine Mutter.
Letzten Samstag jährte sich der Unfalltag das erste Mal. Die Familie nahm dies zum Anlass, viele der Retter zu einem Brunch in die Gemeinschaftshauptschule in Niedersprockhövel einzuladen, die Moritz besucht. Neben Freunden und Angehörigen, die in dieser Zeit die Familie unterstützten, gehörten auch die Polizistinnen Katrin Geldmacher und Sabrina Reckwitz, die damals im Einsatz waren, zu den Gästen.
„Das ist schon außergewöhnlich, wenn eine Familie uns zum Dank einlädt”, waren sich die Beamtinnen einig. Der besondere Dank der Familie ging vor allem an das Hubschrauberteam des ADAC, das Moritz nach dem Unglück versorgte. „Ohne das Team hätte mein Sohn wahrscheinlich nicht überlebt”, sagt Markus Rosendahl, Moritz' Vater.
Ungern erinnert sich Christine Siebert an die Zeit nach dem Unfall, doch da erlebte sie nicht nur Negatives. „Als Moritz im Knappschaftkrankenhaus lag, besuchte ich täglich die Kapelle und schrieb etwas in das Kondolenzbuch”, erinnert sich seine Mutter. Und sie bekam Antwort. „Eine Patientin, die dort wegen eines Tumors behandelt wurde, schrieb zurück und wünschte meinem Sohn alles Gute.” Über die Seelsorge des Krankenhauses kam ein persönliches Treffen zustande. „Wir sind noch so vielen anderen zu Dank verpflichtet”, sagt Markus Rosendahl. „Unseren Arbeitgebern und Gorden, einem Freund von Moritz, der nie von seiner Seite gewichen ist, und allen, die uns irgendwie unterstützt haben und noch unterstützen.”
Mittlerweile ist Moritz auf dem Weg der Besserung, muss jedoch weiter zur ambulanten Reha. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass er noch lange mit den Spätfolgen des Unfalls zu kämpfen hat”, sagt sein Vater. Vom Unfallverursacher hat die Familie bis heute nichts gehört. Vor allem Christine Siebert ist darüber enttäuscht. „Ich erwarte nicht, dass er die richtigen Worte findet”, sagt sie. „Ich möchte nur wissen, ob er manchmal an meinen Sohn denkt und es ihm leid tut.”
07:06
soweit ich mich erinnere, hat der junge am stehenden schulbus (inkl. warnblinkanlage) die straße gequert und der fahrer des pkw sei mit überhöhter geschwindigkeit dran vorbei und hat den jungen mitgenommen. ist aber jetzt schon ein weilchen her, habs daher mal gesucht:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12726/1301863/kreispolizeibehoerde_ennepe_ruhr_kreis?search=sprockh%F6vel,14.11.2008
19:31
Ist es nicht viel wichtiger, dass der Junge ohne Spätfolgen den Unfall überlebt hat?
Anstatt sich über diesen Artikel zu erfreuen, betreibt mein Vorkommentator Unfallursachenforschung. Einfach nur billig!!!
18:04
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