„Europa muss Europa der Freiheit bleiben“

Die Antwort auf die Morde von Paris könne nur „Liberté“ heißen, erklärt der heimische Europaabgeordnete Dietmar Köster (SPD). Europa müsse ein Europa der Freiheit bleiben.

„Daran werden weder Extremisten unter dem Deckmantel des Islams noch deutsche Rechtspopulisten und Pegida-Anhänger etwas ändern“, sagte der frühere Unterbezirksvorsitzende der EN-SPD. Terror habe nichts mit Religion zu tun.

Im Zusammenhang mit der Pressefreiheit sei bemerkenswert, so der Rechtssprecher der Sozialdemokraten im EU-Parlament, dass genau jene, die jetzt das Feindbild „Lügenpresse“ anprangerten, sich über die Medien eifrig zu Wort meldeten, um gegen den Islam, „Überfremdung“ und „Multikulti“ zu hetzen. Köster spricht von Rechtspopulisten und Nazis, die die Situation für ihre Zwecke nutzen wollten. Er sei sehr besorgt über diese rassistische Stimmungsmache. Sie verbinde sich mit dem Ruf nach Einschränkung unser aller Grundrechte.

„Wir müssen uns nun fragen, was gesellschaftlich falsch gelaufen ist, und uns als Politiker selbstkritisch hinterfragen“, erklärt der Politiker aus Wetter. Köster erinnert an den norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg, der 2011 nach dem Anschlag von Utøya den bemerkenswerten Satz gesagt habe: „Noch sind wir geschockt. Aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.“ Dies gelte auch nach den Morden in Paris! „Liberté!“