„Es geht um Partei-Interna und Eitelkeit“

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Interessant ist die Bilanz der Bürgermeisterin: In einem Jahrzehnt hat sie diese Projekte als „ihre“ bezeichnet: Soziale Stadt Annen – ein Projekt zur Stadtentwicklung des Bundes mit viel Luft nach oben. Museumsanbau – könnte als Büchereischließung und Beschneidung des Museums betrachtet werden. Umgestaltung des Kornmarktes: Eine zentrale Freifläche im Herzen der Stadt mit großer Historie wurde zum Übergangsparkplatz. Renovierung des Rathauses: Da der Anblick des Rathauses seit Jahren mitleidige Blicke auslöst eine zwingende Notwendigkeit und kein Ruhmesblatt. Ausbau der Kindergärten: Die Umsetzung eines Rechtsanspruches ist wohl das Mindeste, was von einem Amtsträger erwartet werden darf.

Positiv fiel Herr Schweppe auf, als er nüchtern feststellte, dass bei sinkenden Einwohnerzahlen ein Schulneubau Unsinn ist. Beim Turnhallenanbau nahm er wohl Rücksicht auf die Gefühle von Frau Humme. Das, was ihn mal schätzenswert machte, hat er seinen persönlichen Aufstiegswünschen untergeordnet. Welchen Kandidaten möchte denn ein freier denkender Wittener empfehlen? Herr Schweppe kann es nicht sein, wenn die angeführten Punkte wahlentscheidend sein sollen. Fazit: Never change a winning Team.

Den größten Blumenstrauß bekam Frau Leidemann von der CDU, die keinen fand, der gegen sie antreten mochte. Folgerichtig versucht die CDU es nun mit der inneren Zerstörung der SPD. p.s.a

Schweppe versus Leidemann: ein Duell auf Augenhöhe zwar, doch wozu? Beide betonen ihre kollegiale und gute Zusammenarbeit. Er macht seinen Job auf Platz zwei gerne, will aber nicht, dass seine Beweggründe zur Kandidatur über die Presse ans Volk gelangen – was ich merkwürdig und irgendwie peinlich finde. Sie ist Bürgermeisterin und stellt sich wie gewohnt den SPD-Ritualen zur Kandidatenkür. Erschreckend finde ich aber Schweppes Einlassung zum ruhigen Arbeiten im Rathaus – weil die aktuelle Bürgermeisterin eben nicht den GroKo-Parteien hinterherwinselt, sondern schlichtweg ihre Arbeit so macht, wie es ihre Aufgabenbeschreibung auch rechtlich vorsieht. Wer damit nicht umgehen kann (also CDU und SPD), der versteht seinen Ratsauftrag falsch! Der Rat beschließt schließlich, was die Verwaltung umzusetzen hat. Eine stete Auseinandersetzung halt. Man kann zwar viel wollen, muss es aber auch finanzieren können. Nein, hier geht’s rein um Partei-Interna und Eitelkeit. Peter.Pass

Was diese Frau vor allem in Bezug auf ihre eigene Partei abliefert, ist wirklich peinlich. Sie blieb Beiträge schuldig, behandelte die Partei wie einst Helmut Kohl die CDU, kündigte an, auch gegen ihre eigene Partei zu kandidieren und hält es nicht für notwendig, auch noch eine Nachfrage zu ihrer Kandidatur zu beantworten. So eine Frau kann ich als SPD-Mitglied auf keinen Fall unterstützen. Sie ist selbstherrlich und besserwisserisch. jesus1973


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