Erstes großes Lichterfest im Wittener Schwesternpark

Solche „Airlights“ werden auch im Schwesterpark eingesetzt. Sie bestehen aus einer Leuchtquelle und einem Ventilator. Der Luftstrom hält die Hülle in Form.
Solche „Airlights“ werden auch im Schwesterpark eingesetzt. Sie bestehen aus einer Leuchtquelle und einem Ventilator. Der Luftstrom hält die Hülle in Form.
Foto: SNL Event
Das Diakoniewerk Ruhr feiert 125-Jähriges auf besondere Weise: Lampen setzen Grünanlage in Szene. Dazu spielen Musiker auf. Der Eintritt ist frei.

Witten..  An der Pferdebachstraße knubbeln sich die Jubiläen. Vor zwei Jahren feierte das Evangelische Krankenhaus das 150-Jährige. Dieses Jahr begeht das Diakoniewerk Ruhr das 125-Jährige. Und der Schwesterpark wird runde 100 Jahre alt.

Ein „kleines Lampionfest“ hatte Marianne Anschütz, Oberin des Diakoniewerks, immer schon mal feiern wollen. Aber angesichts des Doppelanlasses war der Festausschuss auf einmal nicht mehr zu bremsen und sprühte vor Ideen für ein „Lichterfest im Schwesternpark“. Von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli, wird es dort nun drei Tage lang kunstvolle Lichtinstallationen, musikalische Darbietungen, Walk Acts in fantasievollen Kostümen, spektakuläre Feuershows und Parkführungen geben.

„Das wird etwas richtig Besonderes, so etwas hat es in Witten noch nicht gegeben“, verspricht Thomas Schmidt vom Stadtmarketing, bei dem sich die Diakonie logistische Unterstützung für die Wahl der Künstler und Partner geholt hat. Die Wittener Firma SNL-Events, vor zwei Jahren bei der Tafelmusik in der Ruhrstraße aktiv, wird Bereiche des Parks mit modernen Lichtkörpern („Airlights“), Flammentöpfen, Leuchtbändern, aber auch mit Teelichtern und – ja! — Lampions in Szene setzen. Versprochen sind „verzaubernde Momente“.

Irish Folk, Wolf Codera und Geige

Höhepunkte des Programms mit mund- und handgemachter Musik örtlich ansässiger Künstler sind unter anderem Irish Folk mit Ballytobin Gathering (Fr., 18 und 20 Uhr), Wolf Codera (Fr., 21.30 Uhr), Almuth Keller mit deutschen Liedern und Lyrik (Fr.,18.30 und 20.30 Uhr), Kremser und Quetsche mit Cornelia Brommer und Michael Machnik (Sa., 15.30, 17 und 18 Uhr), virtuose Geigenmusik mit Nora Isabel Schreckenschläger (Sa, 18.30, 21 und 22.15 Uhr), Bluesmusik mit The little red Toasters (Sa., 19, 20 und 21.30 Uhr) sowie Franziska Baldes und Thomas Ritsche mit lateinamerikanischen Liedern (So. 13.30, 15 und 16.30 Uhr). Gespielt wird auf der Margeritenwiese. Die Einzelkünstler oder Duos trifft man aber auch „unterwegs“ – der ganze Park wird zur Bühne.

Im Park trifft man (Fr./Sa.) eine Elfe und einen ausgewachsenen Frosch – Fabelwesen des Maskentheaters Pantao, Sonntag verzaubert Alina Sonnenschein Jung und Alt mit Riesenseifenblasen. Je dreimal (Fr./Sa, 22, 22.30 und 23 Uhr) gibt es nach Einbruch der Dunkelheit eine Feuershow mit Feuerfontänen zu Filmmusik.

Das alles und mehr soll das Lichterfest bieten. Was es nicht geben wird – auch das ist versprochen – sind Grußworte und Jubelarien. Das Diakoniewerk lässt sich sein 125-Jähriges etwas kosten. Schamhaft verschweigt Marianne Anschütz den genauen Betrag: „Wir scheuen weder Kosten noch Mühen . . .“

Zum Jubiläum lädt das Diakoniewerk Ruhr alle Wittener Bürgerinnen und Bürger und besonders die Freundinnen und Freunde des Werks, die sich mit seiner diakonisch-pflegerischen Arbeit verbunden fühlen, herzlich ein. „Einladung“ ist wörtlich gemeint: Der Eintritt zum Lichterfest ist frei.

Lichterfest am 17. bis 19. Juli

Diakoniewerk: 1890 begann mit der Gründung des „Diakonissenhauses für die Grafschaft Mark und das Siegerland“ die Geschichtes des Wittener Mutterhauses.

Der Park ist beim Lichterfest geöffnet: Fr., 17 bis 1 Uhr; Sa., 14 bis 1 Uhr; So., 10 bis 18 Uhr.

Am Sonntag feiert das Diakoniewerk um 11 Uhr im Park einen Freiluft-Dankgottesdienst. Musikprogramm ab 13 Uhr.

Hunde sind an den drei Tagen im Park nicht willkommen.


Nähere Informationen zum Fest: www.schwesternpark.de