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Erst fragen, dann fahren

12.06.2013 | 00:19 Uhr

Vieles hängt in unserer Gesellschaft von der Mobilität des Einzelnen ab. Wer als Autofahrer kurzzeitig oder dauerhaft Arzneimittel einnimmt, muss über die Nebenwirkungen Bescheid wissen. In Kooperation mit dem ADAC leistet die deutsche Apothekerschaft zum diesjährigen Tag der Apotheke am 13. Juni Aufklärungsarbeit zum Thema „Arzneimittel im Straßenverkehr“.

„Erst fragen, dann fahren“, lautet das Motto des bundesweiten Aktionstages, an dem sich auch viele Apotheken im Ennepe-Ruhr-Kreis beteiligen, denn „man muss um Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen wissen, bevor man sich hinters Steuer setzt“, betont der Wittener Apotheker Dr. Harald Werner, Sprecher der Apothekerschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Nicht nur verschreibungspflichtige Medikamente können negative Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit haben. Nebenwirkungen sind auch bei rezeptfreien Medikamenten möglich. Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Unwohlsein, Sehstörungen, Reaktionsträgheit oder Unruhe können auftreten und somit das Fahrvermögen einschränken.

„Problematisch sind in diesem Zusammenhang beispielsweise Beruhigungs- und Schlafmittel, Arzneimittel gegen Erkältungen, Aufputschmittel oder Augentropfen“, weiß Werner. „Ob man nach Einnahme bestimmter Medikamente noch fahrtüchtig ist, muss im Einzelfall entschieden werden“, betont Harald Werner, „deshalb sollte man sich ausführlich in seiner Apotheke vor Ort beraten lassen.“

Dass längst nicht jeder um mögliche Gefahren weiß, belegt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage: „Zwar wissen 99 Prozent der Befragten, dass Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können, doch nur jeder zweite Erwachsene aus Nordrhein-Westfalen weiß, dass auch Allergie-Medikamente problematisch sein können“, sagt Dr. Werner. Gezielt über dieses Thema informiert haben sich bislang nur rund zwei Drittel der Befragten.

„Bei der Aktion geht es nicht darum, Arzneimittel im Straßenverkehr allgemein zu verteufeln. Schließlich erlangen viele Patienten wie Diabetiker, Bluthochdruck- oder Schmerzpatienten erst durch die konsequente Einnahme von Medikamenten ihre Fahrtüchtigkeit wieder zurück“, so Apotheker Werner.


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