Er muss die Kräfte bündeln

Begeisterung sieht anders aus. Aber es war wohl auch nicht zu erwarten, dass die Hauptversammlung der SPD nach all den innerparteilichen Querelen zum Jubel-Parteitag geraten würde. Immerhin hat es die Wittener SPD in dieser verfahrenen Situation geschafft, mit dem Bundestagsabgeordneten Ralf Kapschack einen vorzeigbaren Vorsitzenden zu wählen.

Zwar gehört der 60-Jährige letztlich auch zum alten Humme-Lager und steht damit ebenfalls nicht unbedingt für Aufbruch und Neuanfang. Genau den braucht die Wittener SPD jetzt aber. Immerhin wird im September der wichtigste Posten in der Stadt vergeben. Kapschacks Aufgabe wird es sein, alle Kräfte für den Bürgermeisterwahlkampf zu bündeln. Den innerparteilichen Kritikern hat er bereits die Hand zur Versöhnung gereicht, eine wichtige Geste.

Christel Humme, die nach dem Rücktritt Thomas Stotkos Ende 2014 den Vorsitz vorübergehend übernommen hatte, machte zwar nicht immer eine glückliche Figur (Pardon!). Ihr ist es aber anzurechnen, dass sie sich vor dem unangenehmen Job nicht weggeduckt hat. Ihr Nachfolger wird es bestimmt nicht leichter haben.