Endlich Ruhe im Wittener Breddegarten

Hans-Peter Wenk (76) in seinem Schrebergarten im Breddegarten.
Hans-Peter Wenk (76) in seinem Schrebergarten im Breddegarten.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Problemzone in der City mausert sich. Es gebe tatsächlich weniger Beschwerden, sagt die Stadt. Pächter Hans-Peter Wenk freut sich über die Ruhe.

Witten..  Dieser Garten ist ein kleines Rosen-Paradies: Sie blühen weiß, rosa, gelb, pink und dunkelrot. Und viele duften betörend. Hans-Peter Wenk, der eine Parzelle im Breddegarten gepachtet hat, ist zurecht stolz auf diese Blumenpracht. Doch ihn freut auch noch etwas anderes: Seit einiger Zeit gebe es keine Probleme mehr mit Randalierern in der kleinen Gartenanlage mitten in der Innenstadt.

Und das müsse man doch auch mal laut sagen, erklärt der 76-Jährige, der sich früher so oft bei der Stadt beschwert hat. In der Tat machte der Breddegarten bis vor etwa drei Jahren vor allem als Problembereich Schlagzeilen. Zwei Mal brannte eine Laube ab. Anwohner beschwerten sich über herumliegenden Müll und Lärm. Die Stadt ihrerseits bemängelte, dass sich einige der 17 Parzellen nicht in ordnungsgemäßem Zustand befanden: Überdachungen, Grillkamine und Hütten sind dort zum Beispiel nicht gestattet. Und bei Hans-Peter Wenk wüteten Vandalen.

Dann wurden die Zugänge neu gestaltet und die betroffenen Pächter aufgefordert, eventuelle Schwarzbauten zu entfernen. „Die Kollegin ist häufig draußen gewesen, um zu kontrollieren“, bestätigt die zuständige Mitarbeiterin des Amtes für Bodenwirtschaft, Abteilung Liegenschaften. Alle Mängel seien beseitigt worden, zudem habe es einige Pächterwechsel wegen Umzugs gegeben. „Und in letzter Zeit gibt es keine großartigen Beschwerden mehr.“

„Seit vor ein paar Monaten die Bank, die vor meinem Garten stand, entfernt wurde, ist es ruhig“, sagt Wenk, der seit zwölf Jahren Pächter ist. Dort hätten oft Leute gesessen, Alkohol getrunken und Ärger gemacht. „Mir wurden auch schon Rosen geklaut.“ Doch in dieser Saison könne er „Red Princess“, „Schneewittchen“, „Colette“, die nostalgische Steckrose, und wie die schönen Exemplare alle heißen, so richtig genießen. 60 Stöcke hat er mal gepflanzt, „zwei sind erfroren“. Fünf Gießkannen stehen parat, um alle zu wässern. Der Breddegarten, er scheint sich tatsächlich zu einem einigermaßen netten Fleckchen zu entwickeln.