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Kennzeichen WIT

„EN“ seit gestern Geschichte

14.11.2012 | 12:21 Uhr
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„EN“ seit gestern Geschichte
Wieder mit WIT: Auch Klaus Müller montiert gestern noch mal das neue Schild. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool

Witten. Seit Mittwoch (21.11.) sind auf den Straßen die ersten Autos mit dem neuen WIT-Kennzeichen unterwegs.

Das ist ein geschichtswürdiger Tag. Immerhin ist es 37 Jahre her, dass der EN-Kreis bei der Gebietsreform 1975 die bis dahin kreisfreie Stadt Witten geschluckt hatte und das Kennzeichen WIT gleich mit. Die 65 Oldtimer, deren Halter das Schild nie abgegeben hatten, verlieren nun ihre Exklusivität.

Das Team der Zulassungsstelle in Herbede hatte bis zum Dienstschluss um 12 Uhr alle Hände voll zu tun. Insgesamt gingen 120 WIT-Schilder an Tag eins der Wiederzulassung an der Wittener Straße über die Theke – 102 Ummeldungen von Bürgern, die nicht aufs nächst Auto warten wollen, der Rest Neuanmeldungen. Am Rande und wenig überraschend: In der Zulassungsstelle Schwelm, wo man „WIT“ ebenfalls bekommen kann, wollte es am ersten Tag keiner haben. Alle EN-Bürger haben jetzt die Wahl zwischen „WIT“ und „EN“. Falle es einer Klarstellung bedarf: Auch die Wittener können auch beim nächsten Auto den EN-Kreis im Schild führen.

„Es brummt, es brummt“, hieß es im Schilder-Shop rechts vom Haupteingang. 45 Kunden hatten dort bis 10.35 Uhr ein Schild drucken lassen, „da waren nur drei oder vier mit EN dabei“. Normalerweise ist in der kalten Jahreszeit und noch dazu in der Mitte der Woche in der Zulassungsstelle „absolute Saure-Gurken-Zeit“, bestätigt deren Leiter Michael Gehring. Die 20 vorbuchbaren Termine für den Mittwoch waren ohnehin weg. Für Donnerstag und Freitag dieser Woche sieht es genauso aus.

Für die Umschreibung ist ein Termin aber nicht Pflicht, man muss halt etwas Wartezeit mitbringen – die hielt sich selbst am ersten Tag aber in Grenzen. Auf mangelndes Interesse sollte daraus jedoch niemand schließen. Rund 1500 Bürger haben seit Montag ein WIT-Kennzeichen reserviert – die meisten online. Michael Gehring: „Die Mehrheit scheint aber nicht so ungeduldig zu sein, es auch bereits am ersten Ausgabetag ans Auto schrauben zu wollen. Schließlich bleiben die Reservierungen ja 90 Tage im System.“

Eine Prognose über die Zahl der Kunden in den nächsten Tagen will und kann die Kreisverwaltung nicht abgeben. „Längere Wartezeiten sind aber nicht unwahrscheinlich“, vermutet Gehring.

Johannes Kopps

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