Eltern wollen Schulleitung nicht mehr
10.02.2012 | 16:35 Uhr 2012-02-10T16:35:00+0100
Witten.Bei einem extra einberufenen Elternabend wurde die Forderung nach einer Absetzung von Kirsten Schikorr als Leiterin des Ruhr-Gymnasiums laut. In den Klassen soll jetzt ein Meinungsbild der Eltern aller Stufen abgefragt werden.
Wie berichtet, herrscht an der Schule große Unruhe, seitdem bekannt wurde, dass sich vier Lehrer zum 1. Februar versetzen ließen und vier weitere ihren Wechsel beantragt haben. Im Zentrum der Kritik steht die krank gemeldete Direktorin Kirsten Schikorr, deren Führungsstil teilweise umstritten ist. Die Bezirksregierung hat mit Ulrich Janzen aus Soest überraschend einen kommissarischen Schulleiter eingesetzt.
Anlass für das inoffizielle Treffen am Donnerstagabend, zu dem die Schulpflegschaftsvorsitzenden Ulrike Grote und ihre Stellvertreterin Sabine Dominik eingeladen hatten, war ein rund dreistündiges Gespräch mit Schulleiterin Kirsten Schikorr im Vorfeld. Dabei wollten die Elternvertreter Informationen über die Unruhe an der Schule erhalten. Trotz des langen Gesprächs sei dies nicht so ergiebig gewesen, wie man es sich gewünscht hätte, hieß es jetzt.
Auch ein weiteres Gespräch mit einem Vertreter der Bezirksregierung am Dienstag habe nicht genug Informationen geliefert. An diesem Tag wurde der kommissarische Leiter eingesetzt, nachdem sich sowohl Schikorr als auch ihr Stellvertreter zeitgleich für mindestens zwei Wochen krankschreiben ließen. „Diese neuen Entwicklungen haben uns auch etwas überrollt“, so ein Vater bei dem Treffen.
Immer wieder kritisierten Eltern die schlechte Informationspolitik seitens der Schulleitung und der Bezirksregierung. Informationen über Unterrichtsausfall, Lehrerfortgänge und -neuzugänge würden „beschönt“ oder „verschleiert“. Ein Gerücht, das Ruhr-Gymnasium werde in näherer Zukunft geschlossen, verunsicherte viele. Drei Ratsmitglieder, die an diesem Abend als Eltern an dem Treffen teilnahmen, dementierten.
Nach einer intensiven Diskussion zeichnete sich ein deutliches Meinungsbild ab: Wiederholt wurden Stimmen laut, die im Fall einer Rückkehr Schikorrs weitere Maßnahmen für ihre Absetzung forderten. Für die Direktorin ergriff niemand Partei.
Ein langjähriger Elternbeisitzer der Schulkonferenz sagte, dass Kirsten Schikorr nach ihrem Amtsantritt 2008 - der gegen die Stimmen der Schulkonferenz erfolgte - Akteneinsicht genommen habe. Da hätten die Lehrer schlechte Karten gehabt, die als Rädelsführer gegolten hätten. Die Eltern gehen davon aus, dass das Kollegium inzwischen gespalten ist. Deshalb wollen Elternvertreter mit juristischem Sachverstand nun auf „gestörten Schulfrieden“ plädieren. Dafür sollen Informationen zusammengetragen werden, die als Indiz für ein Fehlverhalten der Schulleitung geltend gemacht werden könnten.
Bei einer Schulpflegschaftssitzung in 14 _Tagen will die Elternvertretung offiziell das weitere Vorgehen abstimmen. Am Montag beginnen die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen. Vize-Schulpflegschaftsvorsitzende Sabine Dominik hofft, dass sich viele trotz der Vorgänge für das „Ruhr“ entscheiden. „Wir haben gute Lehrer, tolle Kinder und engagierte Eltern.“
18:12
Peter Pass vollkommen richtig. Eine Schule muss sich überlegen was sie langfristig will.
Sie sollte nicht jeder medienwirksamen Hype hinterherlaufen. Frau Eckhards Streicherausbildung war in einer gewisse Kontinuität die Fortsetzung des hervorragenden Engagement von Herrn Klein. Nur was ist geblieben ? Aber auch schon sie verstand es besondere Begabungen einzelner Kinder als Verdienst der Schule hinzustellen. Da ist man dann mal zwischendurch auch ein Sportgymnasium hat aber keinen Plan wie dieser zarte Keim konsequent und sinnvoll ausgebaut wird. Da war man am Holzkamp als Sportler besser dran.
Ein klares langfristig verlässliches Profil wie man es bei den Realschulen kennt wäre da sehr wünschenswert. Solange da nichts kommt, werden sich Eltern auf ihr Bauchgefühl verlassen. Und das wird bezogen auf das RGW fortlaufend schlechter.
Mittlerweile glaubt man es schon so am Boden, das es eigentlich jeden echten Rektor oder Rektorin reizen müsste hier ein neues Ganzes aufzubauen. Wir wäre es mit einem sinologischen Schwerpunkt. Lange werden die Zeiten nicht mehr währen, in denen deutsche Arbeitnehmer in China eine persönliche Dolmetscherin gestellt bekommen. Und mit Sicherheit würde ein solche Spezialisierung auch Auswärtige anlocken die dann die Schülerzahl garantieren.
11:32
Ich beziehe mich hier auf den Vorkommentator "WittenerStudi".
Natürlich ist grad das RGW eine Traditionsschule, wenngleich der Ruf einzig noch aus den Zeiten als "Jungengymnasium" besteht. Und, ja, die Schule selber hat sich zu bewähren seitdem. Macht sie machmal recht gut, manchmal aber eben auch weniger gut. Die zurückgehenden Schülerzahlen sind nämlich nur zum Teil dem demographischen Wandel geschuldet.......
Und was die Eltern, die zum "
Tag der offenen Tür" dort waren und voll des Lobes nach Hause gingen, betrifft, so setze ich mal die Aussage einer Schulleiterin einer anderen Schule in den Raum:
" Wer nichts Großartiges zu bieten hat, der bietet wirklich ALLES auf zu einem solchen Tag. Eine Schule, die fest verankert ist bei den Bürgerm hat das gar nicht nötig."
Da mag man darüber diskutieren können, aber ein klein wenig Wahrheit steckt sicherlich schon in dieser Aussage. Bei Frau Eckhard war´s die Streicherausbildung, die stets zum Tragen kam: bei Frau Schikorr.... keine Ahnung.
WIRKLICH wichtig hingegen wäre eine exzellente Ausbildung OHNE Selbst-Behudelei. Wichtig wäre eine Schule, an der ALLE Beteigten (Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler) verläßlich und vertrauensvoll miteinander umgehen könnten.
Wenn DAS in den letzten Jahren gewesen wäre.... ja, DANN könnte das RGW weiterhin von seinem alten Ruf zehren. Leider sieht die Wirklichkeit vollends anders aus !!!!!
Die Bemerkung der von Ihnen zitierten Schulleiterin finde ich sehr befremdlich. Hieße das also im Umkehrschluss, dass eine Schule besser ist, je schlechter (oder weniger engagiert) sie sich an einem Tag der offenen Tür präsentiert? Ich habe das RGW selbst besucht und nunmehr im vergangenen Jahr meine Tochter an einem Gymnasium in Münster angemeldet. In diesem Zusammenhang haben wir uns zahlreiche hiesige Schulen an deren Präsentationstagen angeschaut und ich kann sagen, dass ausnahmslos alle sehr viel zu bieten haben und die gesamte Bandbreite der Angebote und Aktivitäten in beachtenswerter Weise vorgestellt haben. Eine derart blasierte Haltung, wie die von Ihnen zitierte, wäre allenfalls ein Grund sein Kind nicht auf die unter dieser Leitung stehende Schule zu schicken.
In Bezug auf den diesem Posting zugrunde liegenden Bericht mag ich nur hoffen, dass sich die zuständigen Stellen ein Herz fassen und mittels einer baldigen Neubesetzung der Schulleitung einen Schlussstrich ziehen.
09:36
Diese Schule lebt von ihren tollen Kindern die fair und sportlich miteinander umgehen. Beeindruckend ist das Engagement was sie an den Tag legen um Anderen zu helfen denen es nicht so gut geht. Action Kidz hat gezeigt was ihnen steckt! Solche Kinder haben es verdient in einem stabilen Umfeld lernen zu dürfen und sich zu entfalten. Sie haben das Recht auf die bestmögliche Unterstützung von allen Seiten, der Bezirksregierung, der Schulleitung, den Lehrern und ihren Eltern. In diesem Sinne wünsche ich mir FÜR UNSERE KINDER ein gutes und konstruktives Miteinander aller Beteiligten und eine schnelle Lösung.
16:36
Sollten in diesem Jahr die Anmeldezahlen nicht so stabil sein wie in den letzten Jahren (immer 3-zügig wie das SGW, was natürlich nicht mit den Jahren davor zu vergleichen ist, in denen man zeitweise 5-zügige Jahrgänge hatte, doch immerhin bei sinkenden Schülerzahlen sehr stabil gewesen), dann nur da diese Zeitung auch ordendlich Stimmung dagegen gemacht hat.
Das ist nicht fair und kommt der Schule nicht gerecht, die in den letzten Jahren seht gut an ihrem Image gearbeitet hat. Das zeigen auch die vielen Kommentare der Eltern, die eben nicht nachvollziehen können, wie es an einer doch sehr guten Schule dazu kommen kann.
Bleibt nur zu sagen, dass man sich von solch einer Ausnahmesituation nicht zu sehr beeinflussen lassen soll. Die, die am Tag der offenen Tür mit der Schule zufrieden waren, können davon ausgehen, dass die Schule auch immer noch so besteht wie noch vor einigen Monaten.
Und eins zu guter Letzt: Man braucht nicht viel Fantasie um zu vermuten, dass die Schulleitung in den nächsten Wochen und Monaten ihren Platz räumen wird. Erst Recht nach diesen ganzen -nicht fairen, aber zu großem Teil sicherlich auch zurechten- Artikeln.
14:07
Meine Kinder lieben ihre Schule und ihre Lehrer. Sie sind stolze Schüler und Mitglieder einer starken Gemeinschaft. Bis sich Ende Januar die Ereignisse für sie überschlugen. Sie verloren das Vertrauen!! auch in die Leitung…Sie hatte es zugelassen, dass sich die geliebten Lehrer davon machten. Oder war sie vielleicht sogar verantwortlich für den Weggang?? Das beschäftigte unsere Kinder! Nicht auszudenken, welcher der Bleibenden noch einen Versetzungsantrag gestellt hat…
Die Schüler können nicht nachvollziehen, wieso mitten im Halbjahr die Lehrer, die ihnen so viel gegeben haben und entscheidend an der Identifikation mit ihrer Schule beteiligt waren, ausgerechnet jetzt die Schule und letztendlich sie im Stich lassen. Es ist den Kindern nicht verständlich näher zu bringen, welcher schwerwiegende Grund diesen Weggang erklärt. Wir sprechen nicht schlecht über die scheidenden Lehrer. Ganz im Gegenteil: wir wünschen sie uns zurück!
Was im Kollegium für eine Atmosphäre herrscht, können wir Eltern/die Schüler nicht nachvollziehen. Es geht uns auch nichts an. Ein hoher Krankenstand spricht vermeintlich Bände. Die Verantwortung, die ein Lehrer den Schülern gegenüber trägt, scheint von dem Wunsch zu gehen, warum auch immer, überlagert zu werden. Die Leittragenden sind letztendlich unsere Kinder. Dass die Bezirksregierung einen Weggang mitten im Halbjahr duldet bzw. befürwortet kann nur zwei Gründe haben: Stress im Kollegium abzubauen oder persönliche Gründe (dies müssen handfeste Gründe sein!). Die anstehende Supervision lässt vermuten: zum reibungslosen Ablauf des täglichen Miteinanders. Jedes Mitglied des Kollegiums ist aufgerufen, im Interesse unserer Kinder mitzuarbeiten an einer solchen Teamarbeit/Supervision. Das sind die Lehrer unseren Kindern schuldig.
Probleme im Team sind frühzeitig von der Führung zu begleiten und zu beheben. Das scheint sie nicht leisten zu können. Jetzt ist sie auch noch untergetaucht, die Leitung. Wir sollten uns mal überlegen, welchen Eindruck so etwas auf unsere Kinder macht…
Martina Nieswandt
13:39
Meine Kinder lieben ihre Schule und ihre Lehrer. Sie sind stolze Schüler und Mitglieder einer starken Gemeinschaft. Bis sich Ende Januar die Ereignisse für sie überschlugen. Sie verloren das Vertrauen!! auch in die Leitung…Sie hatte es zugelassen, dass sich die geliebten Lehrer davon machten. Oder war sie vielleicht sogar verantwortlich für den Weggang?? Das beschäftigte unsere Kinder! Nicht auszudenken, welcher der Bleibenden noch einen Versetzungsantrag gestellt hat…
Die Schüler können nicht nachvollziehen, wieso mitten im Halbjahr die Lehrer, die ihnen so viel gegeben haben und entscheidend an der Identifikation mit ihrer Schule beteiligt waren, ausgerechnet jetzt die Schule und letztendlich sie im Stich lassen. Es ist den Kindern nicht verständlich näher zu bringen, welcher schwerwiegende Grund diesen Weggang erklärt. Wir sprechen nicht schlecht über die scheidenden Lehrer. Ganz im Gegenteil: wir wünschen sie uns zurück!
Was im Kollegium für eine Atmosphäre herrscht, können wir Eltern/die Schüler nicht nachvollziehen. Es geht uns auch nichts an. Ein hoher Krankenstand spricht vermeintlich Bände. Die Verantwortung, die ein Lehrer den Schülern gegenüber trägt, scheint von dem Wunsch zu gehen, warum auch immer, überlagert zu werden. Die Leittragenden sind letztendlich unsere Kinder. Dass die Bezirksregierung einen Weggang mitten im Halbjahr duldet bzw. befürwortet kann nur zwei Gründe haben: Stress im Kollegium abzubauen oder persönliche Gründe (dies müssen handfeste Gründe sein!). Die anstehende Supervision lässt vermuten: zum reibungslosen Ablauf des täglichen Miteinanders.
Jedes Mitglied des Kollegiums ist aufgerufen, im Interesse unserer Kinder mitzuarbeiten an einer solchen Teamarbeit/Supervision. Das sind die Lehrer unseren Kindern schuldig.
Probleme im Team sind frühzeitig von der Führung zu begleiten und zu beheben. Das scheint sie nicht leisten zu können. Jetzt ist sie auch noch untergetaucht, die Leitung. Wir sollten uns mal überlegen, welchen Eindruck so etwas auf unsere Kinder macht…
Martina Nieswandt
18:44
und wenn gar nichts mehr geht, nimmt man halt einen Krankenschein ...
18:39
einfach einen cut zu machen.
Natürlich kann man da im Dreck der Jahre rühren, man kann rumeiern und versuchen Konsensformeln zu finden die einen schönen Schein darstellen sollen. Das bringt doch nichts und schadet allen Beteiligten schnell mehr als das es nutzt.
Richtig in dieser Situation kann nur eins sein, die Leitung zu versetzen oder zu befördern und bei der Neubesetzung die Wahl der Schulkonferenz zu akzeptieren.
Das wäre auch ein klares Signal für die Anmeldungen in der kommenden Woche.
Denn auch wenn der worst case lokalpolitisch nicht gewollt ist, was tun denn die Verantwortlichen, wenn nicht genug Anmeldungen zusammen kommen, die den Weiterbetrieb einer selbstständigen Schule in den Räumen an der Synagogenstrasse rechtfertigen. Wollen sie dann die Anmeldeüberhänge anderer Gymnasien und Schulformen unter die Leitung des Ruhrgymnasiums zwingen ? Am Ende werden noch Prämien ausgelobt, wenn einer seinen Platz an einer anderen Schule gegen einen am Ruhr eintauscht.
15:44
Als vollkommen unbeteiligter Leser, der das Ruhr-Gymnasium nicht näher kennt, bin ich entsetzt über die nicht-neutrale Berichterstattung des Duos Blume/Augstein. Der Chefredakteur aus der Nachbarstadt und Politikersohn sollte sich lieber zurückhalten und nicht subtil in Witten Stimmung machen. Besser wäre es abzuwarten - bis man die komplizierten Zusammenhänge an der Schule verstanden hat, um sie schließlich seinen Lesern transparent zu machen.
13:27
PLÖTZLICH meldet sich anonym aber im Namen von "uns" zu Wort. Da "uns" b.z.w. "wir" oder auch "man" offenbar die Eltern der SchülerInnen des RGW sein sollen, fühle ich mich genötigt, mich kurz zu Wort zu melden, obwohl ich dieses Forum und die über Tage entstandene Diskussion eher unpassend finde. Den Wahrheitsgehalt des Kommentars hinsichtlich der zahlreichen aufgestellten Behauptungen kann und möchte ich nicht prüfen, da aber der Name des - warum auch immer - angegriffenen komissarischen Schulleiters falsch geschrieben ist, wage ich die Prognose, dass "Subito" diesen nicht persönlich kennt und hier in u.a. meinem Namen Hören-Sagen-Gerüchte verbreitet. Das ist stillos und kann sowohl der Schule, als auch einigen namentlich genannten Personen schaden. Und Namen wurden in diesem Kommentar ja viele genannt, nur der Schreiber selbst möchte selbstverständlich anonym bleiben. Er oder Sie wird wissen, warum ... jedenfalls möchte ich meinen Namen dafür ebenfalls nicht hergeben (auch nicht in Form von "uns" oder "man").
Christina Otto