Eltern in Witten haben Verständnis für Kita-Streik

20 Kinder kamen in der Kita Helfkamp in einer Notgruppe unter, alle anderen mussten am Freitag zu Hause bleiben.
20 Kinder kamen in der Kita Helfkamp in einer Notgruppe unter, alle anderen mussten am Freitag zu Hause bleiben.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Auch am Freitag boten drei städtische Kindergärten nur Notgruppen an. Drei weitere ließen ihre Türen ganz zu

Witten..  Erzieherstreik, der zweite: Auch am Freitag, 27. März, blieb ein Teil der städtischen Kitas geschlossen oder bot Notgruppen an. Dennoch: Die meisten Eltern scheinen Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten in Sozial- und Erziehungsberufen zu haben. Erzieher und Kinderpfleger fordern Gehaltserhöhungen um durchschnittlich zehn Prozent.

Es ist immer noch wuselig in der Kita Helfkamp – und dass, obwohl nur 20 statt der üblichen 83 Kinder da sind. Es sind aber auch nur vier Betreuer da, um die zwei bis sechs Jahre alten Kinder in Schach zu halten. Der Grund: Sieben Mitarbeiter aus der insgesamt 14-köpfigen Mannschaft befinden sich im Streik. Zum zweiten Mal diese Woche, denn: Bereits am Montag riefen die Gewerkschaften zum Streik auf.

„Wenn noch länger gestreikt wird, wird’s kritisch“

„Der zweite Streiktag war schon etwas schwieriger zu gestalten“, sagt Kita-Leiterin Alexandra Drees-Denz und spielt damit auf die Reaktionen einzelner Eltern an, die ihr Unverständnis geäußert hätten. Die meisten jedoch verstünden die Situation in der Kita. Aber: „Wenn noch länger gestreikt wird, wird’s kritisch“, glaubt Drees-Denz.

Auch in zwei weiteren Kitas gab es nur Notgruppen: In Durchholz wurden 23 Kinder von drei bis vier Erziehern oder Kinderpflegern betreut, in der Kita Bachschule kümmerten sich zwei Erzieher um acht Kinder. Hier hätten die Eltern sich ebenfalls verständnisvoll gezeigt.

In den Kitas in Buchholz, Vormholz und an der Erlenschule fiel die Betreuung komplett weg.