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Martin-Luther-Kirche vor 30 Jahren eingeweiht

Eine feste Burg

01.12.2008 | 08:00 Uhr

Vor dreißig Jahren, am ersten Advent 1978, wurde die Martin-Luther-Kirche an der Ardeystraße eingeweiht. Am Sonntag, dem ersten Advent 2008, bestimmte natürlich dieses Thema den Gottesdienst.

Welche besonderen Ereignisse gab es 1978? „Cordoba – die Fußballschmach”, erhält Dirk Schuklat zur Antwort. Der Vorsitzende des Presbyteriums der Martin-Luther-Gemeinde hatte diese spontane Antwort aus den dichtbesetzten Kirchenbänken erwartet. 1978 – so Schuklat – sei auch das Jahr gewesen, als Reinhold Messner erstmals ohne Sauerstoff den Mount Everest bestieg. Und es war das Jahr, als das Kirchengebäude der Martin-Luther-Gemeinde an der Ardeystraße eingeweiht wurde. Der erste Advent 1978.

Kein Museum

Das war der Anlass, am Sonntag auf drei Jahrzehnte zurückzuschauen. „Schon vor dreißig Jahren wurde gesagt, dass diese Kirche kein Museum sein soll”, zitierte Moderator Dirk Schuklat. Davon wusste auch Superintendent Ingo Neserke zu erzählen. „Ja, ihr seid eine Bereicherung für Witten und den Kirchenkreis”, sagte er und betonte das familiäre Miteinander in der Martin-Luther-Gemeinde.

Markanter Bau

Dabei waren die anderen evangelischen Wittener Gemeinden alles andere als begeistert von der Idee, an der Ardeystraße eine weitere Kirche bauen zu lassen. Doch die Vertreter der Martin-Luther-Gemeinde setzten sich im damaligen Gesamt-Presbyterium letztlich durch. Die Entstehung des markanten Baus an der Ardeystraße wurde am gestrigen Sonntag in bewegten Bildern noch einmal gezeigt.

"Seelenabschuss-Rampe"

Pastor Jürgen Kroll, seit 1979 in der Martin-Luther-Gemeinde tätig, nutzte seine Predigt („Was predigt unsere Kirche?”) dazu, mit den Gemeindegliedern Erfahrungen mit dem nun dreißig Jahre alten Gebäude zusammenzutragen. Einige hätten – so Pastor Kroll – beim Anblick der ungewöhnlichen Dachkonstruktion von einer „Seelenabschuss-Rampe” gesprochen. Andere erinnere es an einen Eisberg. „Vom Ardey aus gesehen sieht es für mich aus wie die Wartburg. Eine feste Burg ist unser Gott”, sagte der Pastor.

Familiäres Miteinander

Im Laufe der Jahre hat sich im Kirchensaal einiges verändert. So wurden zum Beispiel die schwere Kanzel und das Taufbecken durch leichtere und kleinere Modelle ersetzt. „So haben wir Platz für eine Bühne geschaffen, auf die ihr auch kommen sollt”, rief Jürgen Kroll der Gemeinde zu.

Und da war es wieder, was wohl Ingo Neserke und Dirk Schuklat gemeint hatten. Ein Museum war und ist die Martin-Luther-Kirche nicht. Dafür aber ein Ort des familiären Miteinanders.

Seit dreißig Jahren.

Dietmar Mauer

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2008-12-01 08:00
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