Einbrecher machen den Wittener Stadtteil Heven unsicher

Die Straße Auf dem Kiwitt in Witten-Heven. Auch sie war ein Ziel der Einbrecher.Foto: Thomas Nitsche - FUNKE Foto Service
Die Straße Auf dem Kiwitt in Witten-Heven. Auch sie war ein Ziel der Einbrecher.Foto: Thomas Nitsche - FUNKE Foto Service
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Was wir bereits wissen
In Witten-Heven gab es in den vergangenen sechs Monaten häufig Einbrüche. Viele Bürger, die dort Häuser oder Wohnungen haben, sind verunsichert.

Viele Hevener sind verunsichert, machen sich Sorgen. Der Grund: Im vergangenen halben Jahr waren dort auffällig viele Einbrecher unterwegs. Selbst Wohnungen im achten Stock wurden von den Kriminellen heimgesucht. „Die Leute haben Angst“, sagt ein Anwohner.

Erst in den letzten zwei Wochen kam es zu drei Einbrüchen: am Frackmannsfeld, Auf dem Kiwitt und Auf dem Knick. Im letzten Fall traten drei Unbekannte nachts in einem Mehrfamilienhaus ein Kellerfenster ein. Die Familie, auf die sie es abgesehen hatten, war aber wider Erwarten zu Hause – und konnte die Bande durch Rufe in die Flucht schlagen. Es waren nicht die ersten Vorfälle in dieser Siedlung. Schon im August war es dort zu Autoaufbrüchen und Einbrüchen in Garagen gekommen, etwa im Koppweg und der Voedestraße.

In der Siedlung stehen viele Einfamilienhäuser. Eine Wohnsituation, die es Kriminellen ermöglicht, auszukundschaften, ob die Bewohner verreisen oder zu einer bestimmten Uhrzeit nicht im Haus sind. „Viele haben hier alte Fenster und Türen. Einmal dran ziehen und die Täter sind drin“, weiß ein Anwohner. „Die Leute haben Angst, viele wollen nichts sagen.“ Er lasse nachts Licht brennen, habe Gitter an den Türen und spezielle Verriegelungen, sagt der 70-Jährige. Der glaubt, dass auch die gute Verkehrsanbindung Hevens für die Täter attraktiv ist. „Im Auto sind die schnell weg.“

Die Polizei rät, Türen und Fenster zu sichern

Doch nicht nur die Siedlung um die Voedestraße ist ein beliebtes Ziel von Einbrechern in Heven. Unbekannte brachen im Oktober auch in der Schulze-Delitzsch-Straße im achten Stock eines Hochhauses ein, auch in der Straße Am Steinberg, im Dezember zudem in der Blumen- und der Billerbeckstraße. Und das nicht immer nachts oder in den Abendstunden, sondern auch morgens und nachmittags. Ein Mann (70), der in der Straße Auf dem Knick wohnt: „Die Unsicherheit ist da, wenn man abends weg ist. Ich lasse die Jalousien runter.“

Die Polizei rät, sich zu erkundigen, wie man Türen und Fenster absichern kann. „40 Prozent der Taten bleiben beim Versuch“, so Sprecher Volker Schütte. „Wenn die Einbrecher nach zwei Minuten nicht reinkommen, lassen sie es.“ Schütte rät auch, dass die Nachbarschaft achtsam sein sollte. „Man kann gucken, ob draußen ein unbekanntes Auto steht.“ Auch in Verdachtsfällen solle man den Notruf 110 wählen.

In der Siedlung um die Voedestraße passt man intensiver aufeinander auf. „Wir schauen, ob beim Nachbarn Licht ist, obwohl er gar nicht da ist“, sagt der 70-Jährige, der Auf dem Knick wohnt. „Mir ist auch mal aufgefallen, dass fremde Leute in einem Auto sitzen. Da nimmt man an, dass sie vielleicht was auskundschaften.“