Ein Stück Frankreich im Hohenzollernviertel

Bei der Eröffnung der Boule-Bahn am Karl-Marx-Platz (von li.): Haimo Hurlin (Vorsitzender Verschönerungsverein), Thomas Strauch (Wabe), Susanne Fuchs (BW Annen) und Philipp Topp (Kreissportbund).
Bei der Eröffnung der Boule-Bahn am Karl-Marx-Platz (von li.): Haimo Hurlin (Vorsitzender Verschönerungsverein), Thomas Strauch (Wabe), Susanne Fuchs (BW Annen) und Philipp Topp (Kreissportbund).
Foto: Funke Foto Services
Die Boulebahn auf dem Karl-Marx-Platz wurde jetzt eröffnet. An der Aktion des Verschönerungsvereins sind auch Wabe und Landessportbund beteiligt.

Witten..  Seit rund fünf Jahren ist der Verschönerungsverein Hohenzollernviertel damit beschäftigt, das Erscheinungsbild seines Stadtviertels aufzuhübschen. „Wir haben verschiedene kleine Projekte gestartet“, erzählt Haimo Hurlin, der Vorsitzende dieser Nachbarschaftsinitiative. Ihr letztes Projekt: Eine frei nutzbare Boulebahn auf dem Karl-Marx-Platz. Vor einer Woche startete die Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe) mit dem Bau der zehn Meter langen und drei Meter breiten Bahn, jetzt wurde sie eröffnet.

Mehr als 50 Anwohner und syrische Flüchtlinge kamen zur Einweihung und ließen die Kugeln sofort fliegen. „Wir hatten die Idee, dass wir den Platz mehr nutzen und uns ihn als Bürger aneignen müssen“, betont Hurlin. „Bislang hatte der Platz doch eher das Image, ein Hundeklo und Parkplatz zu sein.“

Da man dieses Projekt nicht alleine stemmen konnte, holte sich der Verschönerungsverein Unterstützung. Die Wabe legte die Bahn an und räumte zudem das gesamte Areal auf. „Die haben unglaublich reingehauen“, freut sich der Vereinsvorsitzende.

Wiesenviertel soll auch einen Bouleplatz bauen

Ein wichtiger Motor sei zudem der Kreissportbund gewesen: Der Bau einer Boulebahn passte perfekt in das Projekt „Bewegt älter werden im Quartier“ vom Landessportbund NRW. „Als der Verein uns gefragt hat, ob wir sie finanziell etwas unterstützen, haben wir uns sofort eingeklinkt“, erläutert Philipp Topp vom Kreissportbund Ennepe-Ruhr. „Boule ist eine altersübergreifende Sportart und leicht zu lernen.“ 2000 Euro Fördermittel stellte der Landessportbund bereit.

Ebenfalls an der Boule-Bahn beteiligt: die DJK Blau-Weiß Annen ist für die sportliche Komponente verantwortlich – etwa bei Boule-Turnieren. „Wir sind ein DJK-Verein und haben den Boulesport ja quasi mitentwickelt“, begründet Susanne Fuchs, Vorsitzende von Blau-Weiß Annen, ihr Mitwirken. Nun wolle man das befreundete Wiesenviertel ermutigen, ebenfalls einen Bouleplatz zu bauen, „um dann Quartiersturniere spielen zu können“, hofft Hurlin auf Nacheiferer.

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