Ehrenamtliche enttäuscht über schlechte Resonanz

Am Aktionstag der Ehrenamt-Vereine  demonstrieren Helfer des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und des Arbeiter-Samariter-Bundes die Bergung eines Verletzten. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool
Am Aktionstag der Ehrenamt-Vereine demonstrieren Helfer des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und des Arbeiter-Samariter-Bundes die Bergung eines Verletzten. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.. Mit Plakaten und bei Facebook haben 13 Vereine für einen Aktionstag geworben. Eigentlich wollten sie am Wochenende auf das Ehrenamt aufmerksam machen. Was fehlte, waren Besucher.

Auf dem Parkplatz der Werkstadt stehen Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (THW), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Feuerwehr. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft ist extra mit einem Boot angerückt. An den Fahrzeugen lehnen die ehrenamtlichen Helfer, reden über das vergangene Fußballspiel und welche Pläne man für den Abend hat. Besucher sind kaum zu sehen. Bastian Wiebusch (33) vom THW hofft zu Beginn des Aktionstages, dass die Leute sich noch blicken lassen.

Tatsächlich schauen einige Kinder vorbei, die mit Hilfe des Deutschen Alpenvereins das Abseilen an einer Häuserwand üben. Ihre Eltern haben die Jugendlichen nicht mitgebracht. Der zwölfjährige Jonas meint: „Meiner Mutter ist es zu kalt. Deswegen hat sie gesagt, ich soll alleine kommen. Ich wollte unbedingt ein bisschen klettern.“ Begeistert seilt er sich ab, steigt die Treppe hinter einigen andern Kindern empor und klettert erneut die steile Wand herunter.

Im Inneren des Treffs stehen unter anderem noch die Helfer der Tierfreunde EN und der Wittener Tafel mit Prospekten bereit, um sie möglichen Besuchern an die Hand zu geben. Die Enttäuschung über die schlechte Resonanz ist groß. Nur vereinzelt lassen sich Passanten blicken.

Am Ende der Aktion, die aufgrund des mangelnden Interesses eine Stunde vor dem offiziellen Ende abgebrochen wird, zieht Bastian Wiebusch niedergeschlagen Bilanz: „Vielleicht liegt es am Wetter. Oder die Leute haben einfach keine Lust, sich zu informieren und dann möglicherweise noch zu engagieren. Irgendeiner wird es ja schon richten.“

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