Eck-Gastronomie in Wittens Stadtgalerie hat’s schwer

Hier waren früher Arzneien erhältlich. Kerstin Huttanus, Center-Managerin, der Stadtgalerie in Witten gibt sich zuversichtlich, dass der Leerstand bald Vergangenheit ist.
Hier waren früher Arzneien erhältlich. Kerstin Huttanus, Center-Managerin, der Stadtgalerie in Witten gibt sich zuversichtlich, dass der Leerstand bald Vergangenheit ist.
Foto: WAZ FotoPool

Witten..  Noch immer stehen drei Ladenlokale in der Stadtgalerie leer.

Seit der Schließung von Runner’s Point, einer Apotheke und einem italienischen Lokal gibt es noch keine Nachfolger. Doch die Verhandlungen mit möglichen Mietern laufen zurzeit. In einigen Fällen sind sie offenbar schon fortgeschritten.

Herrenmode ein schwieriges Feld

In dem Ladenlokal im Erdgeschoss, wo einst die Apotheke war, könnte laut Center-Management am ehesten wieder geschäftiges Treiben herrschen. So viel lässt Markus Dornblut (47) durchblicken. Er ist dafür zuständig, neue Pächter zu gewinnen. Von Kundenbefragungen weiß das Management, dass eine Apotheke nach wie vor in dem Einkaufszentrum gewünscht ist. Ein einzelner selbstständiger Apotheker aus der Ruhrstadt wird dort jedoch keine weitere Filiale eröffnen. „Die haben kein Interesse.“ Potenzielle Kandidaten von auswärts prüften die Ansiedlung in den 200 Quadratmeter großen Räumlichkeiten derzeit.

Aber auch ein ganz anderes Angebot käme in Frage. „Ein Herrenausstatter würde das Angebot sicherlich gut ergänzen“, sagt Center-Managerin Kerstin Huttanus. Doch gerade in diesem Bereich sei es schwierig, einen passenden Anbieter zu finden. Im Gegensatz zu Frauen seien die Herren weitaus weniger einkaufsfreudig. Dagegen sieht der Geschäfte-Anwerber Dornblut großes Potenzial für einen Laden mit Dessous und Slips. „Der Bereich Unterwäsche ist in Witten noch deutlich unterrepräsentiert“, betont der 47-Jährige.

Kein Nachfolger für ehemalige Pizzeria in Sicht

Im Erdgeschoss an der Ecke Richtung untere Bahnhofstraße, wo zuletzt im Pinocchio Pizza und Pasta serviert wurden, ist der Ofen schon länger aus. Die Suche nach einem Gastronomen gestaltet sich schwierig. Dabei könnte ein Gastwirt dort innerhalb kurzer Zeit wieder den Betrieb aufnehmen. Die komplette Einrichtung mit Küche und Bestuhlung ist noch vorhanden. Würde ein Nachfolge die Räume ganz anders gestalten wollen, könnte ihn das bis zu 60 000 Euro kosten. Das macht die Vermittlung nicht eben einfacher.

Deshalb hat ein Restaurant, wie es seit Eröffnung der Stadtgalerie im Herbst 2009 an dieser Stelle zu finden war, keinen Vorrang mehr. Das Center verspricht sich für die 120 qm große Fläche bessere Vermittlungsmöglichkeiten im Bereich Kosmetik oder Gesundheit.

Das Center-Management sähe den Leerstand am liebsten durch Wittener Geschäftsleute gelöst - wie beim Café Oscar’s, das Möpschen-Wirtin Heike Köhler betreibt. Center-Managerin Kerstin Huttanus: „So würde die Stadtgalerie weiter an Charme gewinnen.“

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE