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22. Herbeder Oktoberfest

Drei Tage Feiern auf der Festmeile

03.10.2008 | 16:51 Uhr
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Drei Tage Feiern auf der Festmeile

O'zapft is. Am Freitagmittag eröffnete Heinz-Jürgen Dietrich, stellvertretender Bürgermeister, mit dem Fassanstich das 22. Herbeder Oktoberfest. Drei Tage lang wird rund um die Meesmannstraße geschlemmt und geschlendert. Drei Tage Feiern auf der Festmeile. Für die ganze Familie.

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Großes Programm

Das Herbeder Oktoberfest hat für jeden etwas dabei. Die kulinarische Bandbreite ist groß – die musikalische auf den drei Bühnen auch. An den Ständen der Kunsthandwerker kann man beim Klöppeln oder Spinnen zusehen. Auch im Handwerker-Dorf können Besucher „alten Meistern” bei ihrer Kunst über die Schu

Am Samstag, 4. Oktober, wird es zudem sportlich: Die Schermbecker Einradgruppe „Pedal-Piraten” zeigt ihr Können auf dem Platz an der alten Schmiede. Ein weiterer Höhepunkt des Samstags dürfte – besonders für Kinder – das Indianerdorf sein, das sich vom Markus-Zentrum bis zum Jever-Krug erstreckt: 15 Tipis (Indianerzelte), ein Totempfahl und Goldschürfen. Am Sonntag öffnen Herbedes Einzelhändler ihre Geschäfte.

Freitagmittag in Herbede. Kurz nach zwölf. Menschen schlendern über die Meesmannstraße. Der Duft von frischen Reibekuchen, gebratenen Haxen, schwäbischen Dinnede (belegte Teigwaren) und frittierten Champignons liegt in der Luft. An der Wurfbude fallen die ersten Blechdosen. Ein paar Meter weiter werden Gläser mit Prosecco gefüllt. Die Sonne scheint. Das Thermometer am Eingang der Festmeile zeigt 12 Grad an. Auf dem Platz an der alten Schmiede herrscht noch friedliche Beschaulichkeit. Die Eröffnung des 22. Herbeder Oktoberfestes naht aber. Sie naht unüberhörbar. Aus der Ferne schallt die Musik des Fanfarenzugs Bochum-Hamme durch Herbede. Den Musikern folgt der Bürgerschützenverein Herbede – König Heinz Günter I. und Königin Leane I. samt Gefolge. In den Zug haben sich auch die Mitglieder des Knappenvereins Herbede/Hammerthal in ihren schwarzen Uniformen eingereiht. Sie alle haben ein Ziel – auch Heinz-Jürgen Dietrich, der stellvertretende Bürgermeister: den Platz an der alten Schmiede.

Ein Schnäpschen in Ehren . . .Foto: Walter Fischer

 Kurz vor halb eins hat sich der Platz vor der Bühne gefüllt. „Wir sind besser als München – oder?” Heinz-Jürgen Dietrichs Frage beantworten die Besucher mit bejahendem Applaus. Ebenso wie die Bemerkung, dass durch die Anwesenheit von Dechant Jochen Winter und Pfarrer Michael Dettmann das mit dem guten Wetter doch klappen müsste. Und dann schreitet Heinz-Jürgen Dietrich zur Tat, nicht ohne noch ein paar Worte voranzuschicken: Mehr als ein Schlag sei eine Beleidigung für einen gesunden Stahlwerker. Der stellvertretende Bürgermeister – stilecht im Trachtenjanker – schwingt den Holzhammer zum ersten Mal auf den Zapfhahn, doch das Bier will noch nicht fließen. Er kleiner Schlag fehlt noch. Dann ist das erste Fass auf der Festmeile angestochen. „Der Hammer war zu leicht”, sagt Dietrich und blinzelt mit dem Auge. Mit eineinhalb Hieben reiht er sich trotzdem in die Großen des Fassanstichs ein. Christian Ude, Münchens Oberbürgermeister, benötigte in diesem Jahr immerhin zwei Schläge. Günter Schröder, Vorsitzender der Herbeder Werbegemeinschaft, blickt über den Platz. „Vor 22 Jahren hat die Werbegemeinschaft das Oktoberfest ins Leben gerufen”, erzählt er. Im Laufe der Jahre habe es sich zu einem Volksfest für Herbede und Umgebung entwickelt. Ein Volksfest für die ganze Familie. „Bei gutem Wetter rechnen wir mit 6 000 Besuchern täglich. Das Highlight ist der verkaufsoffene Sonntag.” Günter Schröder blickt unter der Krempe seines Hutes zum Himmel. Die Sonne war verschwunden, bricht sich just in diesem Moment aber wieder ihren Weg durch die Wolken. Ein gutes Omen.

Dietmar Mauer

Kommentare
03.10.2008
18:16
Drei Tage Feiern auf der Festmeile
von Starfire Design | #1

Dann mal toi toi toi.
Heute hat es ja die ersten paar Stunden geklappt mit dem Wetter...

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